Versammlung der Feuerwehr mit Rückblick auf 2019
Starke Jugend und 89 Alarmierungen

Lienen -

Die Freiwillige Feuerwehr mit ihren Löschzügen Lienen und Kattenvenne hatte am Samstag zur Jahreshauptversammlung in die Aldruper Deele eingeladen. Gemeindebrandinspektor Eckhard Ehmann begrüßte neben den Mitgliedern auch Vertreter des Rates und der Gemeindeverwaltung sowie Bürgermeister Arne Strietelmeier, Funktionäre des Feuerwehrverbandes und den stellvertretenden Kreisbrandmeister Frank Burrichter.

Sonntag, 02.02.2020, 16:24 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 19:01 Uhr
Gemeindebrandinspektor Eckhard Ehmann (kleines Bild) blickte auf die Ereignisse des vergangenen Jahres zurück, ehe zahlreiche Kameraden und Kameradinnen beider Löschzüge befördert und Jubilare geehrt wurden.
Gemeindebrandinspektor Eckhard Ehmann (kleines Bild) blickte auf die Ereignisse des vergangenen Jahres zurück, ehe zahlreiche Kameraden und Kameradinnen beider Löschzüge befördert und Jubilare geehrt wurden. Foto: Gernot Gierschner

Strietelmeier dankte den Einsatzkräften für ihr ehrenamtliches Engagement: „Warum riskiert man sein Leben und eilt zur Hilfe, während andere bequem auf dem Sofa sitzen? Wir Lienener wissen, dass auf die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr immer Verlass ist.“ Darüber hinaus betonte er die Bedeutung des Ehrenamtes für den Zusammenhalt in der Gemeinde.

Frank Burrichter ließ bei seinem ersten Auftritt in neuer Funktion noch einmal das Jahr 2019 Revue passieren. Dabei standen die personellen Veränderungen auf Kreisebene, gemeinsame Übungen und regionale Brandereignisse im Mittelpunkt. „Acht Neuzugänge“ lautete die wichtigste Botschaft des Jahresberichts. So zählt die Wehr aktuell 170 Mitglieder, davon 31 aktive in Kattenvenne und 68 in Lienen. Der Feuerwehr-Nachwuchs umfasst inzwischen 38 Jugendliche – darunter fünf Kameradinnen – sie ist damit eine der stärksten Jugendfeuerwehren im Kreis. Die Einsatzbilanz des vergangenen Jahres: 89 Alarmierungen mit 30 Brandereignissen im Gemeindegebiet und sechs auf überörtlicher Ebene.

Die First Responder der Feuerwehr Lienen können im März dieses Jahres auf zehn Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Marco Dierkschneider berichtete, dass rund um die Uhr mindestens zwei First Responder zur Verfügung stehen, um in Notfällen schnelle, professionelle Hilfe zu leisten, bevor der Rettungsdienst eintrifft. Inzwischen sind über 1400 Hilfseinsätze erfolgreich absolviert worden und man könne sagen, das System hat sich voll bewährt. Dank der Unterstützung von Sponsoren, war es im vergangenen Jahr möglich, die Ausrüstung der Truppe weiter zu verbessern. So stehen fünf neue Notfallrucksäcke bereit, ebenso die sogenannte Notfallsäule, die für Veranstaltungen jeglicher Art auf Lienener Gemeindegebiet ausgeliehen werden kann. Einzig die rückläufige Zahl der First Responder bereitet Marco Dierkschneider Sorgen.

Aus Eckhard Ehmanns Jahresbericht sind zwei Punkte herauszugreifen: Zum einen ist da die „große Baustelle“ der Wasserversorgung im Gemeindegebiet, die die Feuerwehr trotz eingeleiteter Maßnahmen weiterhin zur Improvisation zwingt. Dabei habe gerade der letzte heiße Sommer gezeigt, dass bei Wald- und Flächenbränden die Wehren vor neue Herausforderungen gestellt sind. Ehrmann dankte diesbezüglich den Landwirten und Lohnbetrieben, die Wassertanks zur Verfügung gestellt hatten. Zum anderen treibe ihn das Thema SAE (Stab für außergewöhnliche Ereignisse) um. Hier sei die Zusammenarbeit mit der Verwaltung noch zu verbessern.

Auch Ehmann betonte noch einmal die erfolgreiche Jugendarbeit in Lienen. Als „Hauptverantwortlicher“ für diesen Erfolg – 27 Jahre Jugendwart – wurde er zum Abschluss der Veranstaltung zu seiner eigenen Überraschung mit der silbernen Ehrennadel des Verbandes geehrt.

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