Begegnungsstätte „existiert nicht mehr“
AWO sucht dringend Räume

Lienen -

Ebenso wie die Bewohner des Hauses, die  nicht mehr in ihre Wohnungen können, geht es auch dem Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO). „Unsere Begegnungsstätte existiert nicht mehr“, sagte die Vorsitzende Sabrina Kramer gestern im Gespräch mit den WN. 

Montag, 10.02.2020, 18:56 Uhr
Die AWO-Begegnungsstätte wurde bei der Detonation fast vollständig zerstört. Das Bild entstand am Samstagnachmittag bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten.
Die AWO-Begegnungsstätte wurde bei der Detonation fast vollständig zerstört. Das Bild entstand am Samstagnachmittag bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten. Foto: Jens Keblat

Sie habe nur kurz und auf eigene Gefahr das Büro betreten und einige Ordner aus einem Aktenschrank mitnehmen können. Ansonsten sei fast alles in den Keller hinuntergerissen  worden.

Wie die AWO in einer Pressemitteilung schreibt, fallen bis alle Aktivitäten und Veranstaltungen bis auf Weiteres aus. Man stehe aber schon in Gesprächen mit kirchlichen und karitativen Einrichtungen über eine vorübergehende Mitnutzung von Räumlichkeiten, „um unseren Mitgliedern und Gästen weiterhin ein ansprechendes Programm bieten zu können“. Kramer berichtete, dass die evangelische Kirchengemeinde und auch der Ortsverein des Roten Kreuzes (DRK) Entgegenkommen signalisiert hätten. Sobald es feste Zusagen gebe, würden die Mitglieder via WN informiert.

Unter dem Dach der AWO ist in Lienen auch die Flüchtlingshilfe angesiedelt. Lisa Hilburg hat am Wochenende mitgeholfen, Ersatzwohnraum für die Betroffenen zu finden. „Alle sind sehr betroffen über das, was passiert ist.“ Ihr Dank gilt neben den Rettungskräften all jenen, besonders Pastoralreferent Norbert Brockmann von der katholischen Kirchengemeinde, die in der Notsituation schnell Räume zur Verfügung gestellt haben.

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