Fahrradstraße: Planungs- und Bauschuss begrüßt CDU-Vorschlag
Vorfahrt für Radler kommt gut an

Lienen -

Eine Fahrradstraße die Lienen und Lengerich verbindet – diese Idee der Lienener CDU stieß im Planungs- und Bauausschuss auf offene Ohren bei den anderen Fraktionen.

Mittwoch, 04.03.2020, 18:38 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 17:22 Uhr
Zwischen Lengericher Straße und Grüner Weg soll die Fahrradstraße durch die Bauerschaften Westerbeck und Höste führen. Die CDU will Kibben Himmel und Schafstraße dafür zu reine Anliegerstraßen machen.
Zwischen Lengericher Straße und Grüner Weg soll die Fahrradstraße durch die Bauerschaften Westerbeck und Höste führen. Die CDU will Kibben Himmel und Schafstraße dafür zu reine Anliegerstraßen machen. Foto: tim-online

Mit der Idee einer Fahrradstraße zwischen Lienen und Lengerich, wie die CDU sie anregt, können sich auch die anderen Fraktionen anfreunden. CDU-Fraktionssprecher Michael Stehr stellte anhand einer Karte vor, wie sich das Projekt nach Einschätzung der CDU verwirklichen lässt, ohne dass dafür eine neue Trasse gebaut werden muss. Nämlich durch den Rückgriff auf vorhandene Wege und Straßen.

Der Vorschlag der CDU: eine durchgängige Vorfahrtsregelung für den Radverkehr auf der gesamten Strecke, die Kreuzungsbereiche mit den übergeordneten Straßen ausgenommen. Kibben Himmel und Schafstraße würden zu Anliegerstraßen mit Tempo 30 werden, wobei der landwirtschaftliche Verkehr unbeeinträchtigt bliebe.

Auf Nachfrage aus dem Ausschuss erläuterte dessen Vorsitzender Gerhard Schomberg, dass sich an dieser Strecke keine landwirtschaftlichen Betriebe mehr regelmäßig mit Lkw wie Futtermittelwagen angefahren werden.

Stehr: „Man sollte auf jeden Fall mit der Stadt Lengerich sprechen, ob sie die Straße auf ihrem Gebiet nicht fortsetzen möchte.“ Unter der Bahn her und durch den Lohesch böten sich gute Möglichkeiten, bis in die Innenstadt zu gelangen.

Skeptisch zeigten sich einige Ausschussmitglieder, was das Verhalten der Autofahrer betrifft, die diese Route in Nord-Süd-Richtung queren. Das sah auch Bürgermeister Arne Strietelmeier nicht anders. Als Bespiel nannte er den Höster Damm, der mitunter als „Rennstrecke“ genutzt werde. Der Ausschuss stimmte dem CDU-Vorschlag zu, dass die Verwaltung im Vorfeld weiterer Planung folgende Fragen klären soll:

  • Kann die Fahrradstraße entlang der Lengericher Straße kurzfristig bis Lengerich ergänzt werden?
  • Welche Mittel können aus Förderprogrammen für die Einrichtung der Fahrradstraße bereitgestellt werden?
  • Welche Mittel muss die Gemeinde für die Fahrradstraße selbst aufwenden?
  • Würde die Stadt Lengerich die Fortführung der Fahrradstraße auf ihrem Gemeindegebiet unterstützen?
  • Kann an den Kreuzungen Kibben Himmel/Lengericher Straße sowie gegebenenfalls an der Kreuzung mit der Warendorfer Straße eine Querungshilfe hergestellt werden?

Nach Einschätzung der CDU wäre diese Fahrradstraße nicht erforderlich, wenn in absehbarer Zeit ein Radweg entlang der Lengericher Straße gebaut würde. „Aber wird das passieren? Nein!", machte Stehr deutlich – ohne Widerspruch zu ernten.

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