Kreissparkasse warnt vor Betrügern
Ganoven wollen die Zugangsdaten

Ladbergen/Lienen -

Um 5000 Euro erleichtert haben Betrüger eine Kundin der Kreissparkasse. Nach Angaben des Geldinstituts hatten sich die Täter einer neuen Masche bedient.

Samstag, 02.05.2020, 07:24 Uhr aktualisiert: 02.05.2020, 07:30 Uhr
Ganoven gibt es überall. Derzeit versuchen sie Kunden der Kreissparkasse wichtige Daten zu entlocken, um dann deren Konten leer zu räumen.
Ganoven gibt es überall. Derzeit versuchen sie Kunden der Kreissparkasse wichtige Daten zu entlocken, um dann deren Konten leer zu räumen. Foto: Ulrich Baumgarten / vario-press

Die Kreissparkasse Steinfurt warnt aktuell vor Betrügern, die per Telefon Zugangsdaten für Bankkonten abfragen. In einem aktuellen Fall meldete sich ein Betrüger bei einer Kundin. Er gab sich als Mitarbeiter der Kreissparkasse aus, im Telefondisplay wurde die vermeintlich richtige Nummer des Kreditinstitutes angezeigt. Der Anrufer wies die Kundin auf „auffällige Bewegungen“ auf ihrem Konto hin, die mit einem Phishingversuch vor wenigen Tagen per E-Mail zu tun hätten.

Deshalb müsse das TAN-Verfahren, dass für die Freischaltung von Überweisungen und anderen Online-Banking-Aktivitäten genutzt wird, überprüft werden. Der Betrüger bat die Kundin, Kontodaten am Telefon durchzugeben. Da die Kundin von der Echtheit des Beraters ausging, gab sie diese Daten weiter. So konnte der Betrüger wahrscheinlich in Kombination mit einem Hackerangriff auf den Computer der Kundin auf deren Konto zugreifen.

Nachdem der Anrufer die Daten erhalten hatte, sagte er, dass die neuen Daten für das Online-Banking und das TAN-Verfahren per Post zugeschickt werden – und legte auf. Das kam der Kundin seltsam vor und sie überprüfte ihr Konto, von dem in diesem Moment mehr als 5000 Euro abgebucht worden waren. Sie meldete sich sofort bei der Kreissparkasse, die die Überweisung nachverfolgt und nach eigenen Angaben zurückerstattet hat.

Rainer Langkamp, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, rät dringend davon ab, vertrauliche Daten wie TAN-Nummern, Passwörter oder PIN-Nummern am Telefon oder über andere Kanäle an Dritte weiterzugeben. Vermutlich haben die Betrüger vor dem Anruf den Computer der Kundin über eine Phishing-E-Mail gehackt und auf diesem Weg verschiedene Daten gestohlen. Dagegen helfen folgende Tipps der Sparkasse:

E-Mails, SMS und App-Nachrichten von unbekannten Absendern ignorieren.

Keine unerwarteten Anhänge öffnen, diese können Schadsoftware enthalten.

Niemals den Links aus solchen Nachrichten folgen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7391377?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F
Nachrichten-Ticker