Haupt- und Finanzausschuss: Bürgermeister zieht vorläufige Corona-Bilanz
„Wird uns noch lange beschäftigen“

Lienen -

Bürgermeister Arne Strietelmeier hat die erste Ausschusssitzung seit rund drei Monaten für eine vorläufige Corona-Bilanz genutzt. Der Haupt- und Finanzausschuss war am Montagabend, quasi als Vertretung des Rates, in der Aula der ehemaligen Hauptschule zusammengekommen.

Dienstag, 09.06.2020, 17:56 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 17:20 Uhr
Bürgermeister Arne Strietelmeier gab zu Beginn der Ausschusssitzung einen Überblick darüber, wie die Corona-Krise bislang die Gemeinde Lienen getroffen hat. Trotz der Rückschläge durch die Pandemie sprach er den Ausschussmitgliedern und den Besuchern in der Aula der ehemaligen Hauptschule Mut zu.
Bürgermeister Arne Strietelmeier gab zu Beginn der Ausschusssitzung einen Überblick darüber, wie die Corona-Krise bislang die Gemeinde Lienen getroffen hat. Trotz der Rückschläge durch die Pandemie sprach er den Ausschussmitgliedern und den Besuchern in der Aula der ehemaligen Hauptschule Mut zu. Foto: Michael Schwakenberg

 

Strietelmeier blickte auf die Anfänge der Pandemie in der Region zurück und erinnerte daran, dass Lienen Ende März die letzte Gemeinde ohne Corona-Verdachtsfall im Regierungsbezirk war. „Bislang haben wir 19 Fälle zu verzeichnen. Darunter leider auch zwei Todesfälle mit oder durch Corona. Alle anderen sind gesundet“, berichtete der Bürgermeister.

Strietelmeier erläuterte, wie die Verwaltung und die gemeindeeigenen Betriebe wie Kläranlage und Bauhof Dienst- und Schichtpläne erarbeitet hätten, um auch im Fall eines Corona-Verdachts bei den Mitarbeitern weiterarbeiten zu können. „Mein Dank geht an alle Mitarbeiter, aber auch an die Allgemeinheit, die sich vorbildlich verhalten hat.“ Man habe in der ganzen Zeit nicht ein einziges Verwarnungsgeld verhängen müssen. Strietelmeier bat um Verständnis, dass angesichts der Herausforderungen durch Corona andere Dingen liegen geblieben sind.

Und was die finanzielle Situation der Gemeinde betrifft: „Wir haben noch keinen Überblick über alle Auswirkungen, aber die Haushaltslage wird nicht besser.“ Nach seiner Einschätzung werden die Folgen erst in den kommenden Jahren in Gänze sichtbar werden und das Thema die Kommunen noch lange beschäftigen. „Angst habe ich keine. Wenn wir zusammenarbeiten, kriegen wir das hin“, sagte Strietelmeier.

Zum Schluss richtete er einen Appell an alle Lienener: „Wir haben bei uns eine hervorragende Gastronomie, die es besonders getroffen hat. Gehen Sie mal wieder aus, die Gastronomie muss wiederbelebt werden.“

Laut Statistik des Kreises verzeichnet Lienen aktuell keinen Corona-Fall.

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