Mountainbikeclub Lienen lädt zum Treffen über die Nutzung des Waldes ein
Friedliches Miteinander als Ziel

Lienen/Lengerich -

Mitte Mai appellierten Leiter und Mitglieder der Hegeringe Lienen und Lengerich in einem Artikel unserer Zeitung an Wanderer und Mountainbiker, mehr Rücksicht auf die Natur zu nehmen und auf den Wegen zu bleiben. Jetzt trafen sich alle Parteien und verständigten sich darauf, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten.

Donnerstag, 02.07.2020, 15:24 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 15:26 Uhr
Mountainbiker, Waldbesitzer, Jäger und Kommune verständigten sich darauf, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten, die die Interessen der Waldnutzer ebenso berücksichtigt wie den Schutz der Natur.
Mountainbiker, Waldbesitzer, Jäger und Kommune verständigten sich darauf, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten, die die Interessen der Waldnutzer ebenso berücksichtigt wie den Schutz der Natur. Foto: Ralph Litz

„Es ist zu wild fürs Wild“ war ein Artikel in der WN-Ausgabe vom 15. Mai überschrieben, in dem Leiter und Mitglieder der Hegeringe Lienen und Lengerich an Wanderer und Mountainbiker appellierten, mehr Rücksicht auf die Natur zu nehmen und auf den Wegen zu bleiben.

Der Mountainbikeclub (MTB) Lienen hat den Bericht nach eigener Aussage zum Anlass genommen, um mit Vertretern der Waldbesitzer, der Jägerschaft und der Gemeinde Lienen ein Treffen anzuberaumen.

„Man sollte besser miteinander statt übereinander reden, deshalb haben wir uns zu einem Treffen im Teutoburger Wald verabredet.“ Dabei waren die Hegeringleiter Hartmut Grotholtmann (Lengerich) und Ernst-August Sieck (Lienen), Anja Schmidt von der Lienener Tourist-Information sowie Dirk Almering und Thomas Dukes vom MTB Lienen. Vertreter der Forstbetriebsgemeinschaft Lienen nahmen nicht teil.

Das Gespräch sei sehr konstruktiv gewesen, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Während der Hegering die Probleme schilderte, die viele Besucher im Wald verursachten, erläuterten die Mountainbiker, warum es von einzelnen Personen zu illegalen Trailbauten komme, und machten Vorschläge wie diese unterbunden werden könnten.

Anja Schmidt schlug als Sofortmaßnahme vor, an den Wanderparkplätzen verständliche Informationsschilder aufzuhängen, um alle Besucher „für das respektvolle Verhalten im Wald zu sensibilisieren“.

Des Weiteren verständigten sich die Teilnehmer auf die Erarbeitung eines Konzeptes, das alle berücksichtigen soll, die den Wald zu Fuß, mit dem Rad und zu Pferd nutzen möchten. „So dass jeder offizielle und geeignete Wege für seine Freizeitbeschäftigung vorfindet und somit auch jeder Waldbesucher erkennt, an welchen Stellen der Naturschutz Vorrang hat“, heißt es weiter.

Der MTB Lienen hofft, dass die Stadt Lengerich, die Gemeinde Lienen, die FBG Lienen und die Waldbesitzer an der zeitnahen Umsetzung einer konstruktiven Lösung interessiert sind. „Denn nur so kann man, wie schon in vielen anderen Regionen, für ein friedliches Miteinander und für ungestörte Waldbereiche sorgen“

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