Grenzenlose Weite und Natur pur
Dominik Haggeney und Himke Hilbert waren mit dem Ballon in Island unterwegs

Lienen -

Mit einem Heißluftballon in Island unterwegs – diese Reise der besonderen Art haben Dominik Haggeney und Himke Hilbert unternommen.

Donnerstag, 16.07.2020, 20:36 Uhr
Tief über dem Fluss schweben oder in höhere Gefilde entschwinden – beides genossen die Ballöner in Island.
Tief über dem Fluss schweben oder in höhere Gefilde entschwinden – beides genossen die Ballöner in Island. Foto: Ballon-Team

Sie sind schon so etwas wie Pioniere – auch wenn Dominik Haggeney bei dem Ausdruck schmunzeln muss. Mit seiner Freundin Himke Hilbert war er in Island unterwegs. Das Besondere daran: Sie hatten einen Heißluftballon im „Gepäck“ und haben zehn Fahrten unternommen. In dem nordischen Land habe es bislang nur vier dokumentierte Fahrten einzelner Piloten gegeben, erzählt Haggeney. Der Grund liegt auf der Hand: Es gibt nur wenige Straßen und viele schroffe Vulkanfelder. Wenig Möglichkeiten also, sicher zu landen. Außerdem können die Wetterbedingungen extrem sein. Doch das hielt die beiden nicht davon ab, nach Island zu reisen. Zurückgekommen sind sie mit unzähligen beeindruckenden Bildern einer grandiosen Landschaft.

Grund für die ungewöhnliche Reise war ein Flugtag im isländischen Hella, zu dem Dominik Haggeney und Himke Hilbert eingeladen waren. Dort sollten alle Luftsportarten präsentiert werden, erzählt der Lienener. Sein Team mit dem Namen „H2 Ballooning“ war die einzige Ballon-Mannschaft in dem Land, in dem es keinen Ballonfahrer gibt. Kein Wunder also, dass die deutschen Gäste es auf die Titelseite der großen Tageszeitung „Morgunbladed“ und in die Abendnachrichten geschafft haben.

Im Ballon kann ich nach einem stressigen Tag abschalten. Ich bin dann raus.

Dominik Haggeney

Haggeney stammt aus einer Ballöner-Familie in Ennigerloh. Im Alter von sechs Jahren hat er zum ersten Mal seinen Vater auf einer Fahrt begleitet und war sofort infiziert. Seit 33 Jahren ist er selbst Pilot und hat eine Lizenz für Gas- und Heißluftballone. Meistens sind er und Himke Hilbert zwischen dem Teuto und Münster unterwegs. Sie starten in Telgte, Warendorf und Lienen. Auch im Urlaub verzichten sie nicht auf ihren Ballon, waren in vielen Ländern und auf verschiedenen Kontinenten unterwegs. Und nun in Island.

Haggeney gerät ins Schwärmen, während er Fotos zeigt und erzählt. Solch einen ungestörten Weitblick habe er vielleicht noch in Namibia gehabt. Kein Windrad und kein Dach würden die Fernsicht stören. Lediglich einsame Häuser und ansonsten „nur Gegend“ seien zu sehen gewesen. Dominierend dabei: die beeindruckenden Vulkane Hekla und Eyjafjallajökull.

Starten die Ballöner ihre Fahrten normalerweise oft am frühen Morgen, war es in Island auch möglich, erst am späten Abend abzuheben. Im Sommer ist es über 20 Stunden lang hell.

Die zehn Fahrten hat Haggeney, dessen Team komplettiert wurde durch Himke Hilbert und Astrid Paradies, sehr genossen. Und er wirbt für dieses Hobby. „Im Ballon kann ich nach einem stressigen Tag abschalten. Ich bin dann raus“, ist er nach wie vor begeistert. Es sind nicht nur die Ausblicke bei den Fahrten, sondern auch die Ruhe. „Man nimmt alles besser wahr.“ Diese Erfahrung können auch diejenigen machen, die bislang noch nie im Ballon unterwegs waren. „Wir haben ein kleines Luftfahrtunternehmen und können Leute mitnehmen.“

Weitere Informationen über die Fahrten des Ballon-Teams sowie über Mitfahrgelegenheiten gibt es unter www.ballon-team.de .

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