„Nördlich Schwarzer Weg“: Rat lehnt Schottergärten-Vorstoß des Bündnisses ab
CDU, SPD und FDP gegen „Bevormundung“

Lienen/Kattenvenne -

Das Bündnis für Ökologie und Demokratie ist mit seinem Antrag, das Anlegen von Schottergärten im neuen Baugebiet „Nördlich Schwarzer Weg“ in Kattenvenne zu erschweren, gescheitert. CDU, SPD und FDP lehnten den Vorstoß am Montag in der Ratssitzung nahezu geschlossen ab.

Dienstag, 08.09.2020, 18:02 Uhr
Laut Landesbauordnung sind solche Steinwüsten schon heute nicht erlaubt.
Laut Landesbauordnung sind solche Steinwüsten schon heute nicht erlaubt. Foto: Klaus Meyer

Vorab hatte sich erneut eine Diskussion über Sinn und Unsinn einer solchen Vorgabe entsponnen. Bündnis-Fraktionssprecher Georg Kubitz warb noch einmal für das Vorhaben und wehrte sich dagegen, von einer Gängelung der Bauwilligen zu sprechen. Vielmehr sei ein Baugebiet samt seiner Vorgaben „als Angebot der Gemeinde“ zu verstehen: „Wir legen fest, wie wir ein Baugebiet haben wollen. Wem das nicht zusagt, der muss sich dann anderswo einen Bauplatz suchen.“

CDU , SPD und FDP lehnten den Antrag dennoch ab, eben weil es sich nach ihrer Ansicht um eine Bevormundung der Bürger handelt.

Carsten Antrup (FDP) ging sogar noch weiter und nahm den Bündnis-Antrag zum Anlass für einen Vorschlag in die andere Richtung: „Wir sollten uns lieber mal Gedanken machen, was aus den Bebauungsplänen alles raus kann.“ Exemplarisch führte er auch aus, was das bedeuten kann: „Wenn jemand sein Haus unbedingt pink anstreichen möchte, dann soll er das doch tun. Das geht mich doch gar nichts an.“

Ein zweiter Antrag des Bündnisses für besagtes Baugebiet fiel ebenfalls durch. In ihm ging es unter anderem darum, dass Bauherren für Mehrfamilienhäuser im Bauantrag eine bestimmte Anzahl von Fahrrad-Stellplätzen nachweisen müssen.

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