Nutzungskonzept für das Haus des Gastes soll kommen
Politik ist gespannt auf Pläne

Lienen -

In der jüngsten Ratssitzung ging es um die zukünftige Nutzung des Hauses des Gastes. Als Teil der Entwicklung des Quartierkonzeptes Zentrumsachse war der Verwaltung der Auftrag erteilt worden, ein Nutzungskonzept für das gemeindeeigene Haus zu erstellen. Am Montag gab es viele Fragen aus den Fraktionen.

Donnerstag, 10.09.2020, 19:23 Uhr aktualisiert: 11.09.2020, 15:56 Uhr
Bevor Corona Deutschland erreichte, fanden nahezu alle Ausschuss- und Ratssitzungen im Haus des Gastes statt. Die Verwaltung hat den Auftrag, ein Nutzungskonzept zu erarbeiten.
Bevor Corona Deutschland erreichte, fanden nahezu alle Ausschuss- und Ratssitzungen im Haus des Gastes statt. Die Verwaltung hat den Auftrag, ein Nutzungskonzept zu erarbeiten. Foto: msc

Soll das Haus des Gastes künftig den Ratsfraktionen, Gruppen und Vereinen für Besprechungen, Tagungen oder Vorstandssitzungen offen stehen? Das fordert zumindest die FDP und wurde in der jüngsten Ratssitzung schon mal andiskutiert, ohne dass es dazu eine einhellige Meinung gab, geschweige denn ein greifbares Ergebnis. Dazu gab es aus den Fraktionen zu viele Fragen: Wer rückt die Möbel zurecht? Wer sorgt für die Reinigung? Wer soll reindürfen, wer im Zweifel nicht?

Georg Kubitz vom Bündnis für Ökologie und Demokratie erinnerte daran, dass der Verwaltung als Teil der Entwicklung des Quartierkonzeptes Zentrumsachse auch der Auftrag erteilt worden war, ein Nutzungskonzept für das gemeindeeigene Haus zu erstellen. In dem historischen Fachwerk sind aktuell die Tourist-Information sowie die Gemeindebücherei untergebracht. Ausschuss- und Ratssitzungen finden dort ebenso statt wie Ausstellungen, Konzerte und Lesungen.

Apropos Quartierskonzept Zentrumsachse: Dazu hatten die Vertreter des beauftragten Büros Energielenker aus Greven im vorangegangenen Planung- und Bauausschuss erste Ergebnisse zu den öffentlichen Gebäuden in diesem Bereich vorgestellt. Während energetische Maßnahmen bei der Gemeindeverwaltung an der Hauptstraße mit 175 000 Euro zu Buche schlagen, müssen beim Schulkomplex am Lührmannsweg satte 760 000 Euro einkalkuliert werden. Vergleichsweise gering dagegen stellt sich der Aufwand für das Haus des Gastes dar: Der Austausch von Beleuchtung, Türen und Fenstern sowie die Aufbringung einer denkmalgerechten Steildachdämmung dürften insgesamt etwa 100 000 Euro kosten.

Nicht berücksichtigt hatte das Beratungsbüro das Nebengebäude der Verwaltung an der Schulstraße, das unter anderem das Einwohnermeldeamt beherbergt. Das war nicht etwa vergessen, sondern von vornherein ganz bewusst ausgeklammert worden, wie Bauamtsleiter Nico Königkrämer auf Nachfrage der WN bestätigte: „Das Gebäude ist in einem solchen Zustand, dass eine Sanierung für die Gemeinde aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr sinnvoll erscheint.“

Was das Haus des Gastes betrifft, sieht das natürlich anders aus. Und somit darf man gespannt sein, welche Nutzungsmöglichkeiten die Verwaltung für die Zukunft ins Auge fasst.

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