Maria Frieden: Nach zwölf Monaten Bauzeit ist das Pfarrheim fertig
Neue Chancen für die Gemeinde

Lienen -

Lichtdurchflutete Räume, weiße Wände und warmes Eichenparkett. Dazu neueste Belüftungs- und Heizungstechnik sowie die Möglichkeit, zwei große Gruppenräume bei Bedarf zu einem noch größeren zusammenzufassen. Nach einem Jahr Bauzeit ist das neue Pfarrheim Maria Frieden in Verlängerung der Kirche fertiggestellt und bietet den Gruppen und Verbänden in der Gemeinde ein neues Zuhause.

Freitag, 11.09.2020, 17:51 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 14:02 Uhr
Blick in das neue Pfarrheim, von dem man bei Bedarf unter der neu gestalteten Orgelbühne hindurch in den Kirchenraum gelangt.
Blick in das neue Pfarrheim, von dem man bei Bedarf unter der neu gestalteten Orgelbühne hindurch in den Kirchenraum gelangt.

Lichtdurchflutete Räume, weiße Wände und warmes Eichenparkett. Dazu neueste Belüftungs- und Heizungstechnik sowie die Möglichkeit, zwei große Gruppenräume bei Bedarf zu einem noch größeren zusammenzufassen. Nach einem Jahr Bauzeit ist das neue Pfarrheim Maria Frieden in Verlängerung der Kirche fertiggestellt und bietet den Gruppen und Verbänden in der Gemeinde ein neues Zuhause.

Beim Besichtigungstermin sind Pfarrer Peter Kossen, Franz-Josef Konermann und Norbert Baulmann (beide Kirchenvorstand) sichtlich angetan von dem, was da unter Federführung von Architekt Christoph Achterkamp und zumeist von Handwerkern aus der Region geschaffen wurde. Das neue Pfarrheim besticht durch Zeitlosigkeit, Funktionalität und Wertigkeit.

Selbiges gilt für den Kirchenraum, der vom Pfarrheim durch eine große Tür zu erreichen ist und ebenfalls gründlich renoviert wurde sowie einige Änderungen erfahren hat (die WN berichteten). Allen voran zu erwähnen ist die Neugestaltung der Orgelbühne und der Einbau einer Fußbodenheizung. Der fließende Übergang erzeugt einerseits Weite, lässt die Baukörper andererseits zu einer gefühlten Einheit verschmelzen.

Was das neue Pfarrheim sonst noch zu bieten hat: einen separaten Jugendraum, eine Küche und einen behindertengerechten Eingang, der durch ein kleines Atrium an der Bergstraße zu erreichen ist.

Rückblick: Im und am bisherigen Pfarrheim aus dem Jahr 1976 hatte sich in den vergangenen Jahren ein erheblicher Investitionsstau gebildet. Intensiv wurde im Bauausschuss überlegt, was sinnvoller ist: eine Kernsanierung oder ein Neubau direkt an der Kirche. Konermann: „Die Entscheidung war sicherlich nicht einfach. Auch mit der Unterstützung des Bistums hat man sich schließlich für einen deutlich kleineren Anbau eines Pfarrheimes an die Kirche entschlossen. Das bisherige Pfarrheim hat eine gesamte Nutzfläche von rund 600 Quadratmetern, ist damit viel zu groß und entspricht energetisch nicht mehr den heutigen Ansprüchen. „Es wurde gebaut in einer Zeit, als das Heizöl noch neun Pfennige kostete.“

Im Zuge der Neuerrichtung des Pfarrheims wurde auch die aus dem Jahre 1952 stammende Kirche Maria Frieden kernsaniert. Neben dem Eichenparkett mit Fußbodenheizung bekam sie einen neuen Anstrich. Auch die elektrische Versorgung wurde komplett erneuert. Die bisherigen Kirchenbänke wurden durch Einzelbestuhlung ersetzt. „Dadurch erhöhen sich die Nutzungsmöglichkeiten durch individuelle Gestaltung für kleinere Feiern“, so der leitende Pfarrer Peter Kossen. Die Bestuhlung hat die Pfarrei von den Vorsehungsschwestern aus Münster erworben. Eigentlich bietet der lichtdurchflutete Kirchraum Platz für 97 Besucher, aber in Coronazeiten ist die Anzahl auf 40 begrenzt.

Der eigens für diese Baumaßnahme gebildete Bauausschuss hatte sich in seinen Sitzungen intensiv mit der Planung des Bauvorhabens und später mit der Realisierung beschäftigt. Im Vier-Wochen-Rhythmus fanden die Sitzungen unter Beteiligung des Bistums statt. Liturgie und Gemeindeleben finden unter einem Dach statt und rücken somit näher zusammen.

„Ich sehe für die Katechese große Chancen, da man zwischen Gruppenraum und Kirchraum spielend wechseln kann. Zudem ist alles technisch hochmodern – von der Beleuchtung bis zum WLAN in der gesamten Kirche“, betont Norbert Baulmann, Mitglied im Bauausschuss und Kirchenvorstand.

Lienen und Kattenvenne zählen zusammen rund 1760 Katholiken. Die müssen wegen Corona bis auf weiteres auf eine offizielle Einweihung verzichten. Der erste Gemeindegottesdienst in der kernsanierten Pfarrkirche Maria Frieden hat aber bereits am vergangenen Sonntag stattgefunden.

Laut Konermann wird das alte Pfarrheim nicht verkauft, sondern Anfang kommenden Jahres abgerissen. Das Grundstück soll im Eigentum der Gemeinde bleiben, die sonst kaum noch Platz für Draußen-Veranstaltungen hätte. Auf Dauer ebenfalls abgerissen werden soll das alte Pfarrhaus, in dem zurzeit noch Pastoralreferent Norbert Brockmann mit seiner Familie wohnt.

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