Hallenfreibad: Corona-Situation gut in Griff / Leitungsposten wird frei
Nur ein Drittel an Besuchern

Lienen -

Das Lienener Hallenfreibad hat das erste Corona-Halbjahr überstanden, ohne dass es zu großen Einschränkungen für die Besucher kam. Das Bad scheint zudem ein gutes Sprungbrett für junge, ambitionierte Schwimmmeister zu sein. Badleiter Marcus Persch ist auf dem Absprung und tritt zum 1. Oktober eine Stelle in Ibbenbüren an.

Freitag, 18.09.2020, 09:36 Uhr aktualisiert: 18.09.2020, 09:40 Uhr
Nach zwei Jahren als Badleiter verabschiedet sich Marcus Persch Ende kommender Woche aus Lienen.
Nach zwei Jahren als Badleiter verabschiedet sich Marcus Persch Ende kommender Woche aus Lienen. Foto: msc

Die beiden guten Nachrichten vorweg. Erstens: Das Lienener Hallenfreibad hat das erste Corona-Halbjahr überstanden, ohne dass es zu großen Einschränkungen für die Besucher kam. Zweitens: Eben jenes Bad scheint ein gutes Sprungbrett für junge, ambitionierte Schwimmmeister zu sein. Und jetzt die schlechte Nachricht: Badleiter Marcus Persch ist auf dem Absprung. Bereits am 1. Oktober tritt er eine neue Stelle bei einem Unternehmen für Wasseraufbereitung in Ibbenbüren an.

Beim Gang durch das Bad besteht kein Zweifel: Der 31-Jährige hinterlässt ein gut bestelltes Feld. Die Becken, die Anlagen und das Drumherum mit seinem vielfältigen Möglichkeiten sind einem top gepflegten Zustand. Leider konnte das Bad davon in den vergangenen Monaten nicht so profitieren wie in den Jahren zuvor. Schuld daran ist Corona. „Der Zeltplatz zum Beispiel, der für alle Wochenenden schon fast ausgebucht war und uns immer viele Tagesgäste gebracht hat, musste geschlossen bleiben“, erläutert Persch. Seit knapp zwei Wochen ist das Freibad zu und schon fast winterfest gemacht.

Auch sonst hat die Pandemie für weniger Gäste gesorgt – und das bei mehr Arbeit fürs Personal. Persch und seine Mannschaft mussten gefühlt an jeder zweiten Ecke Schilder mit Abstandsregeln und Hygienehinweisen aufhängen. An der Kasse musste jeder Gast registriert werden. Und nahezu stündlich galt es, Duschen, Umkleiden und Handläufe zu desinfizieren. Eine Obergrenze gab es auch. Persch: „Maximal 150 Personen im Freibad, davon nur 50 gleichzeitig im Wasser, und nur 33 Gäste im Hallenbad, mehr war nicht erlaubt.“ Was das Freibad betrifft, so Persch, kamen in diesem Jahr nur ein Drittel der Gäste, die die Bäder und Wasser GmbH (BWG) ansonsten in ihrer Statistik ausweisen kann.

Das wird sich natürlich im Jahresergebnis niederschlagen und aller Voraussicht nach auch zu höheren Belastungen der BWG-Kommunen führen. Betriebsleiter Tilo Frömmel hat aber ein dringenderes Problem: Nachdem Perschs Vorgänger Björn Bulk 2018 nach nur eineinhalb Jahren Lienen verließ, um in Borken Betriebsleiter sämtlicher Bäder dort zu werden, hat jetzt auch Persch gekündigt. „Das hat schon Spaß gemacht hier, wirklich. Aber der Schichtdienst und die Wochenenddienste, das ist mit zwei kleinen Kindern nicht ideal“, sagte der scheidende Badleiter im WN-Gespräch.

Somit muss sich Frömmel nach einem geeigneten Nachfolger umschauen. Was der aktuelle Stand der Dinge ist? „Wir sind im Bewerbungs- und Entscheidungsprozess. Unser Ziel ist, eine längerfristige Lösung zu finden. Vielleicht sind wir schon nächste Woche so weit.“

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