Sanierung des alten Bahnhofsgebäudes soll jetzt Fahrt aufnehmen
Erst die Banken, dann die Studenten

Lienen-Kattenvene -

Vor gut einem Jahr hat Investor Pero Vrdoljak aus Emsdetten seine Pläne für den Kattenvenner Bahnhof vorgestellt. Passiert ist seitdem einiges, das meiste davon aber hinter den Kulissen – und somit nicht für jedermann sichtbar

Donnerstag, 22.10.2020, 17:43 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 19:42 Uhr
Schmucke Gründerzeit-Architektur:
Schmucke Gründerzeit-Architektur: Foto: Michael Schwakenberg

Vor gut einem Jahr hat Investor Pero Vrdoljak aus Emsdetten seine Pläne für den Kattenvenner Bahnhof vorgestellt. Passiert ist seitdem einiges, das meiste davon aber hinter den Kulissen – und somit nicht für jedermann sichtbar. „Es gab ein paar Überraschungen“, berichtete Vrdoljak jetzt auf Anfrage der WN . Nur ein Beispiel: „Einige Balken waren so marode, dass wir die Statik komplett neu berechnen mussten.“

Ein weiteres Problem war die Barrierefreiheit, die schon allein deshalb erforderlich ist, da Volksbank und Sparkasse im Erdgeschoss eine gemeinsame Automaten-Filiale eröffnen wollen. „Dafür gibt es 1000 Vorschriften und dann muss das alles mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden“, erläutert der Bauherr, warum sich die Maßnahme hinzieht. Doch er blickt optimistisch nach vorne: „Innen sind die Wände schon fertig. Nächste Woche beginnen wir mit dem Bau eines Podestes, Ende des Jahres können die Banken einziehen.“

Pero Vrdoljak hat den Bahnhof vor rund zweieinhalb Jahren von der Bahn gekauft, woran sich zunächst ein langwieriges Genehmigungsverfahren anschloss (die WN berichteten). Fehlende Unterlagen aus der Erbauungszeit, Denkmalschutz- und Brandschutzauflagen waren Herausforderungen für alle Beteiligten.

Neben den Banken, so der Plan, sollen Studenten in das schmucke Backsteingebäude einziehen. Bis Münster und Osnabrück sind es mit dem Zug jeweils nur 15 Minuten. Interessenten für die geplanten Wohnungen und Wohngemeinschaften gebe es bereits.

Was im alten Bahnhofsgebäude erhalten bleibt, ist die Technik in den Räumen rechts vom Haupteingang, die die Bahn, jetzt als Pächter, auch weiterhin für diese Zwecke nutzen wird.

Auf der linken Seite soll auf Wunsch der Gemeinde neben der Bankenfiliale weiterer Abstellraum für Fahrräder geschaffen werden. „Nächste Woche gibt es dazu ein weiteres Gespräch mit der Verwaltung“, kündigt Vrdoljak an. Fahrradstellplätze im Umfeld des Bahnhofes waren immer wieder mal ein Thema, das Politik und Verwaltung beschäftigt hat. Durch zusätzliche Fahrradständer im Außenbereich wurde im vergangenen Jahr bereits Abhilfe geschaffen.

Für den Investor und die beauftragten Handwerker bleibt noch viel zu tun, geht es mit Blick auf die Obergeschosse jetzt erst richtig an die Arbeit. „Es ist eines der schwierigeren Objekte. Da muss man Spaß dran haben und das hab ich auch. Andere packen so etwas gar nicht erst an“, sagt er.

Vrdoljak hat einen Zeitplan vor Augen: „Erst kommen die Banken, Ende nächsten Jahres ziehen die Studenten ein. Und zum Schluss sind die Außenanlagen dran.“

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