Ladbergen sagt Lebendigen Adventskalender ab / Lienen lädt auf die Websites ein
Keine Treffen vor den Haustüren

Ladbergen/LIENEN/Kattenvenne -

Weder in Ladbergen noch in Lienen und Kattenvenne gibt es in diesem Jahr einen Lebendigen Adventskalender. Wie Ladbergens Pfarrerin Dörthe Philipps auf Anfrage der WN mitteilt, sei eine Umsetzung der wochentäglichen Stationen, die mit Aktionen vor wechselnden Haustüren das Warten auf Weihnachten stimmungsvoll verkürzen sollen, in Corona-Zeiten nicht möglich.

Dienstag, 17.11.2020, 18:36 Uhr
Sich dicht gedrängelt auf Weihnachten einzustimmen wie hier in Lienen vor vier Jahren, ist in 2020 wegen Corona nicht möglich.
Sich dicht gedrängelt auf Weihnachten einzustimmen wie hier in Lienen vor vier Jahren, ist in 2020 wegen Corona nicht möglich. Foto: Gemeinde Lienen

Philipps , die sich mit ihrem katholischen Kollegen Pater Hans-Michael Hürter für die Premiere des Adventskalenders in Ladbergen stark gemacht hatte, bedauert die Absage, stellt aber klar, dass sie unumgänglich sei. Man könne in Zeiten, in denen die Corona-Schutzverordnung das Treffen von Personen aus lediglich zwei Haushalten vorsehe, nicht zu Begegnungen einladen, von denen sich viele Menschen angesprochen fühlen könnten, ist ihr bewusst.

Die Resonanz auf den Aufruf zur Adventskalender-Aktion sei sehr gut gewesen, sagt Philipps. In Nullkommanichts seien alle „Türchen“ besetzt gewesen. Familien und Senioren, Jugendgruppen, ein Chor und eine Partei, nicht nur im Ortskern, sondern auch im Außenbereich hätten sich angeboten, etwas vorzubereiten. Geplant war, eine Tür oder ein Fenster adventlich zu schmücken und zu einem gemeinsam gesungenen Lied oder zu einer kurzen Lesung einzuladen.

„Das macht auf jeden Fall Mut, das Projekt im kommenden Jahr in der Vorweihnachtszeit noch einmal anzustoßen“, kündigt Dörthe Philipps an. Leider sei die endgültige Absage der Aktion erst nach dem Redaktionsschluss des „Blättken“ gewesen, so dass das Ende November erscheinende Blatt noch sämtliche Stationen aufführe.

Auch Lienen verzichtet in diesem Jahr auf den seit vielen Jahren beliebten Lebendigen Adventskalender, zumindest in Präsenz, berichtet Pfarrerin Verena Westermann. Einige Gastgeber, die in den vergangenen Jahren regelmäßig Aktionen vor ihrer Haustür angeboten haben, hätten schon im Vorfeld wegen Corona abgesagt. Und auch Besucher, die immer gerne gekommen wären, hätten Abstand genommen, um das Risiko einer möglichen Ansteckung gering zu halten.

Als Alternative gebe es vom 1. bis zum 24. Dezember auf den Websites der Kirchengemeinden Lienen und Kattenvenne digitale Angebote mit musikalischen Beiträge, Rätseln, Rezepten und für jeden Tag ein kleines Highlight, auf das sich Jung und Alt freuen können.

Dabei würden Synergieeffekte genutzt. Egal ob die Nutzer virtuell Lienen oder Kattenvenne ansteuerten, das Angebot sei gleich. Dankbar ist Westermann, dass Wolfgang Monker in Lienen und Hartwig Mennen in Kattenvenne sich bereit erklärt haben, den virtuellen Adventskalender zu begleiten. Sie stellen die Beiträge, die Ehrenamtliche sowie die beiden Pfarrerinnen sammeln, auf die Seiten. Sukzessive übrigens, damit es an jedem Tag eine Überraschung gibt.

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