Couragierter Kattenvenner erhält Brief aus Düsseldorf
Verkehrsminister gibt Ausbaupläne in Auftrag

Lienen-Kattenvenne -

Steter Tropfen höhlt den Stein: Jahrelang hat sich Michael Meister dafür stark gemacht, dass sich die Landesregierung endlich mit dem Ausbau-Defizit der B 475 im Bereich Kattenvenne befasst. Jetzt hat er Post aus Düsseldorf bekommen: Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) schreibt ihm, die Planung werde aufgenommen.

Dienstag, 24.11.2020, 18:44 Uhr
Immer wieder kommen auf dem kurvenreichen Abschnitt zwischen Kattenvenne und der Landesgrenze vor allem Lkw von Fahrbahn ab und landen im Straßengraben.
Immer wieder kommen auf dem kurvenreichen Abschnitt zwischen Kattenvenne und der Landesgrenze vor allem Lkw von Fahrbahn ab und landen im Straßengraben. Foto: msc

Es gibt einen Bereich der B 475, der seit Jahren für Unmut sorgt. So endet der Straßenausbau von Westen in Kattenvenne und von Osten an der Landesgrenze zwischen NRW und Niedersachsen. Dazwischen befindet sich ein kurvenreicher Abschnitt ohne Radweg, in dem immer wieder Laster aus dem Straßengraben geborgen werden müssen. In diesem Jahr ereigneten sich dort auch zwei Motorrad-Unfälle mit tödlichem Ausgang.

Appelle an Politiker und übergeordnete Behörden, den Ausbau in Angriff zu nehmen, blieben bislang ohne Wirkung. Einer, der trotzdem nicht locker ließ, war Michael Meister . Um es vorwegzunehmen: Jetzt tut sich was. Meister hat jüngst einen Brief von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst bekommen, in dem es unter anderem heißt: „Auch ich sehe den Ausbau als wichtiges Vorhaben. Hier sind Kurvenbegradigungen und die Anlage eines Radweges vorzusehen. (. . .) Ich habe den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen deshalb gebeten, die Planung aufzunehmen.“

Bis zu diesem galt es allerdings, einige dicke Bretter zu bohren. Laut Pressemitteilung der CDU-Ortsunion war der couragierte Kattenvenner zunächst an die CDU-Fraktion mit dem Vorschlag herangetreten, doch einmal eine Besichtigung der Strecke mit den Verantwortlichen des Landesstraßenbauamtes vorzunehmen und die Dringlichkeit des Ausbaus darzulegen.

Die CDU diskutierte das Thema daraufhin im Rat und machte den Vorschlag, dass eine parteiübergreifende Gruppe gemeinsam mit den Vertretern des Landesbetriebs Straßen NRW die B 475, aber auch die Landesstraße 591 von Lienen nach Lengerich (auch dort fehlt der Radweg) in Augenschein nehmen solle.

CDU-Fraktionssprecher Michel Stehr erinnert sich: „Bürgermeister Arne Strietelmeier wurde gebeten, einen entsprechenden Termin zu organisieren. Zu diesem Termin kam es allerdings nicht, denn das Straßenbauamt zog es nach Auskunft des Bürgermeisters vor, dieses Gespräch mit der Verwaltung zu führen.“ Da bei diesem Gespräch kein für die CDU greifbares Ergebnis erzielt worden sei, habe man dann seitens der CDU bei der Bundestagsabgeordneten und Ministerin Anja Karliczek um Unterstützung gebeten.

Parallel dazu hat Michael Meister mehrere Gespräche mit Landespolitikern, unter anderem mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, geführt und zahlreiche Unterlagen übergeben. Der couragierte Kattenvenner nimmt den Minister beim Wort: „1979 gab es schon einen ersten Anlauf. Ich gehe davon aus, dass das nach über 40 Jahren endlich umgesetzt wird. Manche Mühlen mahlen langsam, aber dann umso besser.“

Der Erfolg freut Fraktionssprecher Michael Stehr ebenso wie den CDU-Parteivorsitzenden Gerhard Schom- berg: „Das zeigt, dass Bürger-Engagement etwas bewirken kann. Jetzt werden wir die Umsetzung intensiv verfolgen und hoffen, dass hier eine unendliche Geschichte ein Happy End findet“, werden die beiden in der CDU-Pressemitteilung zitiert.

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