„Geheime Aktion“: VaKianer wollen Menschen in Lienen überraschen
Lächeln in die Gesichter zaubern

Lienen -

Die Überraschung wird gelingen – da dürfen die „VaKianer“ rund um Sebastian Brinkmann sicher sein. Sie haben am Freitagabend rund 15 kleine Kunstwerke am Barfußweg aufgebaut, die den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern sollen.

Freitag, 18.12.2020, 19:33 Uhr aktualisiert: 18.12.2020, 19:40 Uhr
Etwa 15 unterschiedliche kleine Kunstwerke haben die „VaKianer“ in einer fast geheimen Bastel-Aktion entlang des Barfußweges aufgebaut. Die echten Hingucker sind zwischen Bergstraße und Barfußpark zu sehen.
Etwa 15 unterschiedliche kleine Kunstwerke haben die „VaKianer“ in einer fast geheimen Bastel-Aktion entlang des Barfußweges aufgebaut. Die echten Hingucker sind zwischen Bergstraße und Barfußpark zu sehen. Foto: Erhard Kurlemann

Das Anliegen ist nicht nur Sebastian Brinkmann in diesen Tagen wichtig: „Wenn es gelingt, ein Lächeln in die Gesichter der Menschen zu zaubern, hat sich unsere Aktion mehr als gelohnt.“

Brinkmann ist so etwas wie der Sprecher der „VaKianer“, eine Vater-Kind-Gruppe, bei der aktuell 20 Väter und 36 Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren „mit Feuereifer“ dabei sind. In „normalen Zeiten“ unternimmt die Gruppe einiges gemeinsam. Unter anderem gehört ein „VaKi-Wochenende“ zum festen Programm.

In Corona-Zeiten müsse improvisiert werden. Das „Ergebnis“ können sich die Lienener ab heute morgen anschauen.

Deshalb waren die VaKianer diesmal gleichsam „in geheimer Mission unterwegs“, erzählt Sebastian Brinkmann. Weil keine gemeinsame Aktion stattfinden dürfe, „haben wir unsere gemeinsame Aktion so abgestimmt, dass alle Corona-Regeln eingehalten werden“. Und weiter: Im Vorfeld durfte nichts verraten werden.

„Ich bin auf die Idee gekommen, dass die Kinder mit Papa in die Werkstatt gehen, um gemeinsam etwas kleines, mittleres oder großes, aus Stein, Holz oder Metall, bunt oder schlicht, auf jeden Fall wetterfest zu bauen“, gibt Sebastian Brinkmann einen kleinen Einblick. Er kenne die Beiträge anderer Gruppenmitglieder auch nicht.

„Wir haben uns verständigt, dass ab Freitagabend jeder in einem Abschnitt des Barfußparks seine Werke heimlich aufstellt.“

Und so können alle VaKianer, deren Familien und alle übrigen Lienener sich die restliche Weihnachtszeit an den Dingen erfreuen.

„Wir wollen mit unserer Aktion für ein wenig Ablenkung in einer besonderen Zeit sorgen.“ Die Freude und Anspannung, was jeder so gemacht hat, sei bei den Kindern jedenfalls groß.

Die Vater-Kind-Gruppe in dieser Form gebe es seit 2017. Entstanden sei sie irgendwann davor durch Vater-Kind-Aktionen im Kindergarten, berichtet Sebastian Brinkmann. Einige Väter haben sich zusammengetan, „weil so ein Wochenende auch schnell selbst auf die Beine zu stellen ist.“

Die Kinder seien noch immer begeistert, wenn es darum gehe, „ein Wochenende mit Papa zusammen wegzufahren und dass mit vielen anderen Kindern, die sich kennen“. Bei 20 Vätern und 36 Kindern sei „schnell die halbe Jugendherberge belegt“.

Nach den Worten Brinkmanns wird „zum Beispiel eine Schatzsuche gemacht oder es gibt ein Lagerfeuer mit Stockbrot, es wird Fußball gespielt oder die VaKi-Games veranstaltet, vergleichbar mit einem Chaos- Spiel. „Auch Schwimmen gehen im Badesee mit einer ordentlichen Wasserschlacht gehört dazu.“

Die Aktionen insgesamt fänden jeweils viel Zuspruch, sagt Sebastian Brinkmann. „An einem VaKi-Wochen­ende werden deutlich weniger Pflaster gebraucht als man denkt. Dafür kann es allerdings mal passieren das die Unterhose das ganze Wochenende an bleibt. So ist das halt mit Papas.“

Kurz vor Beginn der Corona-Pandemie hat die Gruppe noch gemeinsam in einer Turnhalle übernachtet. „Das war ein richtiges Abenteuer. Vorher gab es die Ninja Warrior Games Lienen mit Turnhallen-Geräten, Dunkelfußball und Disco. Dass alle Kinder gut schlafen, war sichergestellt. Am nächsten Morgen gab es dann ein großes Frühstück und einen weiteren Ninja-Parcours.“ Seither habe sich die Gruppe als Gruppe nicht mehr gesehen. „Auch deshalb ist diese Aktion von allen unterstützt worden.“ Das verspricht viele Überraschungen – zu Erleben bei einem Spaziergang auf dem Barfußpfad.

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