Baustelle auf der Lengericher Straße verursacht Chaos auf der Schaftstraße
Vollsperrung mit Folgen

Lienen -

Das, was sich am Montag vergangener Woche tagsüber auf der Schafstraße zugetragen hat, hat nicht nur zahlreiche Anwohner verärgert, es war noch am selben Abend Thema im Rat. Und kommt die Gemeinde teuer zu stehen

Dienstag, 22.12.2020, 18:41 Uhr aktualisiert: 23.12.2020, 16:02 Uhr
Auf der Schafstraße wird in Höste derzeit die Bankette wieder instandgesetzt.
Auf der Schafstraße wird in Höste derzeit die Bankette wieder instandgesetzt. Foto: msc

Was war passiert? Für Instandsetzungsarbeiten hatte der Landesbetrieb Straßen die Lengericher Straße zwischen „Zur Fuchsfarm“ und „Zur Felsenquelle“ voll gesperrt. Die Folge: Nicht nur Einemische, sonder auch Auswärtige wichen in diesem Bereich auf die Schafstraße aus.

Bauamtsleiter Nico Königkrämer: „Auch fast der gesamte Schwerlastverkehr. Der Landesbetrieb hatte zwar eine Umleitung über Kattenvenne korrekt ausgeschildert. Aber heute hat ja jeder ein Navi.“ Und das würde in einem solchen Fall wohl die Schaftstraße als Ausweichstrecke empfehlen. Ausgerechnet dort fanden zeitgleich im Auftrag der Gemeinde Baumpflegearbeiten statt.

„Als wir morgens Anrufe bekamen, hier würde sich ein Lkw an den nächsten reihen, konnten wir das erst gar nicht glauben“, berichtet Königkrämer. Vor Ort konnten die Bauhof-Mitarbeiter nicht mehr viel ausrichten: Zwischen Höster Breede und Höster Damm war die Bankette bereits beidseitig komplett kaputtgefahren. Kein Wunder: Für Laster im Begegnungsverkehr ist die Straße weder vom Aufbau noch von der Breite her ausgelegt.

Der Gemeinde gelang es, kurzfristig das Unternehmen Gieseke aus Rheine dafür zu gewinnen, die Schäden in diesem Bereich noch vor Weihnachten zu beheben. Mit einem Gräder, auch Straßenhobel genannt, reichlich Schotter und einer Walze sind die Mitarbeiter seit Anfang der Woche dabei, die Bankette – und damit auch die erforderliche Verkehrssicherheit besonders für Zweiradfahrer – wiederherzustellen. Königkrämer hofft, dass es mit acht Sattelzügen Schotter getan ist. Er rechnet mit Kosten zwischen 20 000 und 30 000 Euro, auf denen erstmal wohl die Gemeinde sitzen bleibt.

Der Bauamtsleiter will aber das Gespräch mit den Verantwortlichen des Landesbetriebs suchen: „An anderer Stelle hat es da auch schon mal Regelungen gegeben.“ Seine Lehren hat er aus dem Vorfall in jedem Fall gezogen: „Das passiert uns so schnell nicht noch einmal. Beim nächsten Mal lassen wir uns was einfallen.“

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