Erneuter Anlauf für Gymnastikhalle
Sportler geben die Hoffnung nicht auf

Lienen -

Im Rahmen des Investitionspakts zur Förderung von Sportstätten geht die Gemeinde mit der geplanten Gymnastikhalle von Schwarz-Weiß Lienen erneut an den Start und bewirbt sich um Zuschüsse.

Montag, 04.01.2021, 19:16 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 15:48 Uhr
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V Foto: Ossege

In seiner Sitzung im Dezember hat der Rat beschlossen, den schon einmal gestellten Antrag für das Programmjahr 2021 aufrecht zu erhalten und den Eigenanteil in Höhe von rund 60 000 Euro im Haushalt 2021 zu berücksichtigen. Der Kalkulation liegt zugrunde, dass die Kosten zu 90 Prozent von Bund und Land übernommen werden.

Geplant ist die Erweiterung des Bestandsgebäudes am Sportzentrum Lienen, für die nach Ansicht von Sportverein und Gemeinde ein enormer Bedarf besteht. „Mit dem Vorhaben wird besonders vielen Menschen der Zugang zu sportlichen Aktivitäten ermöglicht. Aus Sicht der Verwaltung ist eine Förderfähigkeit somit grundsätzlich gegeben“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Nach der Kostenermittlung durch das Architekturbüro Ossege aus Glandorf belaufen sich die Gesamtkosten auf 572 866 Euro. Diese Summe wird auch für förderfähig gehalten. Ein entsprechender Zuwendungsantrag wurde zwar form- und fristgerecht gestellt (die WN berichteten). Aus der im November veröffentlichten Programmbewilligung des Landes Nordrhein-Westfalen geht jedoch hervor, dass das Projekt nicht berücksichtigt wurde. Hätte das geklappt, wäre die Gemeinde in den Genuss einer 100-Prozent-Förderung gekommen.

Jetzt besteht aber die Möglichkeit, mit dem bereits gestellten Antrag erneut ins Rennen zu gehen. Allerdings beträgt die Förderquote nur noch 90 Prozent, sodass die Gemeinde einen Eigenanteil von zehn Prozent zu schultern hätte.

Und was ist, wenn das mit der Förderung wieder nichts wird? Dazu der Schwarz-Weiß-Vorsitzende Helmut Hettwer auf Nachfrage der WN: „Dann wäre das Kind gestorben, es sei denn, es tut sich noch mal eine andere Möglichkeit auf.“ Verein und Kommune seien jedenfalls nicht in der Lage, die veranschlagte Summe von knapp 600 000 Euro alleine zu stemmen.

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