Über 80-Jährige werden vom Kreis informiert
Impfzentrum im FMO startet im Februar

Lienen/Ladbergen -

Seit gut zwei Wochen werden landesweit Menschen gegen Covid-19 geimpft. In den Senioreneinrichtungen in Lienen und Ladbergen haben Bewohner und Mitarbeiter die erste von zwei Dosen bereits bekommen. Während im Haus Widum in Ladbergen der erste Impftermin bereits am ersten Januarwochenende durchgeführt wurde (WN berichteten), wurde im Seniorenheim Baulmann in Lienen am Mittwoch der vergangenen Wochen geimpft. Senioren, die nicht in einer Einrichtung, sondern zu Hause leben, müssen noch auf die Corona-Schutzimpfung warten. Allerdings nicht mehr lange. Ab Februar ist sie für die über 80-Jährigen vorgesehen. In der kommenden Woche erhalten sie vom Kreis Steinfurt einen Brief mit genauen Informationen zum Ablauf.

Dienstag, 12.01.2021, 18:33 Uhr aktualisiert: 13.01.2021, 16:01 Uhr
Der Testlauf im Impfzentrum im FMO lief kurz vor Weihnachten problemlos. Ab Februar
Der Testlauf im Impfzentrum im FMO lief kurz vor Weihnachten problemlos. Ab Februar Foto: Katja Niemeyer

Seit gut zwei Wochen werden landesweit Menschen gegen Covid-19 geimpft. In den Senioreneinrichtungen in Lienen und Ladbergen haben Bewohner und Mitarbeiter die erste von zwei Dosen bereits bekommen. Während im Haus Widum in Ladbergen der erste Impftermin bereits am ersten Januarwochenende durchgeführt wurde ( WN berichteten), wurde im Seniorenheim Baulmann in Lienen am Mittwoch der vergangenen Woche geimpft.

„Wir haben den Impfstoff um 11 Uhr bekommen, zwischen 14 bis 20 Uhr wurden 130 Personen geimpft“, sagt Monika Brokamp-Baulmann auf Anfrage. 98 Prozent der Bewohner und 60 Prozent der Mitarbeiter erhielten die Dosis durch die Lienener Hausärztinnen im Andacht-raum, der zum Impfzentrum umfunktioniert worden war. „Wir haben das Impf- und Aufklärungszentrum mit Paravents abgetrennt, das heißt, die einen wurden noch informiert, die anderen schon geimpft“, beschreibt sie das Prozedere. Alles habe reibungslos geklappt, zieht Brokamp-Baulmann Bilanz. Die beiden First Responder, die vor Ort waren, um im Notfall schnell zur Stelle zu sein, mussten nicht eingreifen.

Alle Impfungen verliefen ohne Komplikationen. Erika Wiemann, mit 103 Jahren älteste Bewohnerin, habe sich gefreut, dass durch die Impfung ein großer Schritt gegen das Coronavirus unternommen werden kann. „Das kenne ich noch aus der Schule, das muss einfach sein, sonst bekommen wir so eine Krankheit nicht in den Griff“, so ihr Kommentar.

Senioren, die nicht in einer Einrichtung, sondern zu Hause leben, müssen noch auf die Corona-Schutzimpfung warten. Allerdings nicht mehr lange. Ab Februar ist sie für die über 80-Jährigen vorgesehen. In der kommenden Woche erhalten sie vom Kreis Steinfurt einen Brief mit genauen Informationen zum Ablauf, weiß Ladbergens Bürgermeister Torsten Buller. Etwas mehr als 500 Mitbürger seien 80 Jahre und älter, abzüglich der knapp 80 schon im Seniorenheim Geimpften blieben also gut 400 Personen, die sich eigenständig um einen Termin für die Impfung im Impfzentrum Flughafen Münster/Osnabrück kümmern müssten. Die Vergabe beginne am 25. Januar. Das laufe alles über den Kreis, sagt Buller, macht aber deutlich, dass die Verwaltung niemanden alleine lasse, der Fragen zum Prozedere hat.

Der Ort sei bisher gut durch die Pandemie gekommen, sagt er mit Blick auf die moderaten Infektionszahlen (am Dienstag waren es neun Infizierte). „Die Bevölkerung ist sehr vernünftig und hält sich an die Regeln“, lobt der Verwaltungschef. Er habe noch keine Party auflösen müssen, Ordnungsgelder seien ebenfalls noch nicht verhängt worden.

Insgesamt eher ruhig sieht Ordnungsamtsleiter Christian Brüger auch die Situation in Lienen. Die Zahlen seien mit zwölf Infizierten (Stand Dienstag) und 42 Personen in häuslicher Quarantäne (davon zwölf positiv) relativ stabil, Die Bürger seien, wie schon im Frühjahr, im Großen und Ganzen diszipliniert. Zwar seien die Wanderparkplätze oft voll, die Menschen aber mit Abstand und meist mit Maske unterwegs, Bußgelder seien bisher selten notwendig gewesen.

Von den insgesamt 613 Personen in Lienen, die 80 Jahre und älter seien, würden rund 560 vom Kreis zum Impfen ins Zentrum am FMO eingeladen.

Lienener Bürger, die Schwierigkeiten haben, den Transfer zum Impfzentrum in Greven zu organisieren, können sich bei der Verwaltung ( 0 54 83/73 96 60) melden und bekommen von dort Unterstützung.

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