Heidi Uphoff leitet seit vielen Jahrzehnten Kurse im Gesundheitssport
Fit mit starkem Rücken

Lienen -

Sie grübelt ein wenig, sagt dann aber: „Eigentlich hat Sport immer schon in meinem Leben dazugehört.“ Seit der Kindheit – und die liegt immerhin schon ein wenig zurück – macht sie Sport und hält sich fit. Im vergangenen Jahr wurde Heidi Uphoff 70 Jahre alt. Von der Leitung eines Sportkurses beim Verein Schwarz-Weiß Lienen hält sie das aber nicht ab.

Dienstag, 26.01.2021, 18:05 Uhr aktualisiert: 26.01.2021, 18:10 Uhr
Ein Leben ohne Sport kann sich
Ein Leben ohne Sport kann sich Foto: SW Lienen

Sie grübelt ein wenig, sagt dann aber: „Eigentlich hat Sport immer schon in meinem Leben dazugehört.“ Seit der Kindheit – und die liegt immerhin schon ein wenig zurück – macht sie Sport und hält sich fit. Im vergangenen Jahr wurde Heidi Uphoff 70 Jahre alt. Von der Leitung eines Sportkurses beim Verein Schwarz-Weiß Lienen hält sie das aber nicht ab.

Fit im Alter – der Slogan unserer Serie trifft das Lebensmotto der Lienenerin, deren sportliche Herkunft beim TV Hohne liegt. Vor knapp 50 Jahren wechselte sie zum SW Lienen, war 30 Jahre im Vorstand aktiv und erwarb Übungsleiterlizenzen für den Freizeit- und Breitensport. Dank regelmäßiger Fortbildungen sind sie noch heute gültig. Zwischen 1974 und 1989 gab sie dieses Wissen im Kinder- und Jugendbereich der Turnabteilung weiter, bevor sie 1990 in den Erwachsenensport wechselte.

1991 wurde „Sport im Kurs“ zum Aushängeschild des Vereins. Ob Rückenschulung, Aerobic, Step Aerobic, Fitnessgymnastik oder Skigymnastik, alle konnten teilnehmen. Den Kursus „Rücken fit“ betreut Heidi Uphoff seit knapp 30 Jahren. „Damals wurde klar, dass die Krankenkassen diese Kurse bezuschussen, und wir haben als Verein unser Angebot entsprechend ausgebaut“, erinnert sich die Seniorin im Gespräch mit dieser Zeitung an die Anfänge. In regelmäßigen Abständen machte sie Scheine, absolvierte Fortbildungen, mit dem Fokus auf der Arbeit mit älteren Menschen, und bot gemeinsam mit zwei weiteren Damen aus dem Verein Kurse an.

Vor zehn Jahren kam zum Gesundheitskursus ein Zumba-Kursus, der ebenfalls viele Teilnehmer in die Sporthalle lockte.

„Auch im hohen Alter fühle ich mich – vor allem wegen des Sports – jung.“ Der regelmäßige Kontakt mit der Gruppe – also der soziale Part des Sports – sei es, der ihr besonders viel Spaß bereite: „Dadurch entstehen gute Freundschaften. Gerade wenn man die Treffen nicht hat und sich nicht jede Woche sehen kann, merkt man, wie sehr es einem fehlt.“

Uphoff spricht damit die aktuelle Situation rund um Corona an. Für nur wenige Wochen – und dann in begrenzter Teilnehmerzahl und mit besonders großen Abständen – konnte ihr Gesundheitskursus zur Stärkung des Rückens und der Wirbelsäule stattfinden. Sie erinnert sich: „Es war schon ein großer zusätzlicher Aufwand, damit alle Vorschriften eingehalten werden konnten. Aber das Konzept kam gut an.“

Die Teilnehmer ihrer Gruppe, sie sind zwischen 45 bis 70, maximal 80 Jahre alt, fühlten sich sicher und kamen gerne. „Mir wurde klar: Alle vermissen das gemeinsame Sporteln“, sagt Uphoff.

Auch im neuen Jahr liegt das Sportangebot des SW Lienen bisher auf Eis. Aber: „Sollte es irgendwann wieder möglich sein, dass es losgeht, bin ich dabei“, verspricht die rüstige Rentnerin. „Der Sport gibt mir ja sehr viel und gerade durch ihn kann ich ja noch viele Jahre weiter machen. Wenn mein Zustand so bleibt, wie er aktuell ist, kann ich mir das noch sehr gut vorstellen“, plant sie schon für die Zukunft.

Schwieriger sei es hingegen, Nachfolger für die Sparte zu finden: „Bei den Leuten unter 45 Jahren kommt das Angebot von Gesundheitssportkursen nicht so gut an. Die meisten gehen dann doch lieber in das Fitnessstudio. Das finde ich aber sehr schade.“

Der Kursus dauert 45 Minuten und findet in der Sporthalle des Vereins statt. „Lockere Aufwärmübungen, gefolgt von Einheiten zur Stabilisierung und Kräftigung aller Muskelpartien – mit besonderem Blick auf den Rücken – und eine Erholung am Ende einer jeden Stunde“, beschreibt Heidi Uphoff den Ablauf der Einheiten, der dem Rücken wie der Geselligkeit guttut.

Der Kursus kam bei den Teilnehmern immer gut an. „Ich hoffe, dass das auch nach Corona so ist“, macht Heidi Uphoff deutlich, dass es einiges nachzuholen gibt, wenn es denn wieder möglich ist.

Denn: Was einst auf Wettkämpfen beim TV Hohne seinen Anfang nahm, soll so schnell nicht vorbei sein – der Sport wird bei Heidi Uphoff auch weiter ein fester Bestandteil sein.

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