Manuel Flechner aus Kattenvenne nimmt am Bürgerrat teil
Alle kommen zu Wort

Lienen-Kattenvenne -

Seit Mitte des Monats kommen im Bürgerrat der Initiativen „Mehr Demokratie“ und „Es geht los!“ insgesamt 159 Menschen aus ganz Deutschland zu Wort. Der Kattenvenner Manuel Flechner ist ebenfalls Teilnehmer des Online-Formats und berichtet von interessanten Gesprächen.

Donnerstag, 28.01.2021, 18:00 Uhr
Manuel Flechner zieht ein positives Fazit seiner ersten Online-Treffen mit den anderen Teilnehmern des Bürgerrats, der sich in diesen Wochen zu „Deutschlands Rolle in der Welt“ austauscht.
Manuel Flechner zieht ein positives Fazit seiner ersten Online-Treffen mit den anderen Teilnehmern des Bürgerrats, der sich in diesen Wochen zu „Deutschlands Rolle in der Welt“ austauscht. Foto: privat

„Es ist schon eine große Ehre für mich, dabei sein zu dürfen“, gibt Manuel Flechner zu. Der 41-Jährige nimmt seit gut zwei Wochen am Bürgerrat der Initiativen „ Mehr Demokratie “ und „Es geht los!“ teil und zieht nach drei Veranstaltungen bereits ein positives Fazit: „Es ist wirklich sehr interessant.“

Unter dem Titel „Deutschlands Rolle in der Welt“ kommen aktuell und für eine Zeitspanne von sechs Wochen 159 Menschen aus ganz Deutschland zusammen und reden über aktuelle Themen ( WN berichteten). Die Palette reicht von der Lage der Europäischen Union über den Klimawandel bis zur globalen Friedenssicherung.

Als Teilnehmer der letzteren Gruppe hörte Flechner bisher Vorträge eines ehemaligen Generals und einer Beauftragten des Zentrums für internationale Friedenseinsätze. Man bekomme viele Einblicke, die einem sonst nicht offen stehen würden, sagt der Mann aus Kattenvenne. „Ich interessiere mich aus der Tagespresse heraus für die Kommunalpolitik, vor allem, weil meine Mutter dort aktiv ist. Aber sonst bin ich nicht politisch aktiv“, beschreibt er seinen Hintergrund.

Genau das sei es auch, was den Reiz der Veranstaltung ausmache: „Es kommen viele zu Wort, die sich sonst eher zurückhalten.“ Wie berichtet, wurden die Teilnehmer des Bürgerrats nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Flechner: „Lehrer, Bauern, Schüler oder Menschen wie ich, die aus der kaufmännischen Branche kommen, sind dabei. Die Mischung ist sehr bunt.“

Zum Auftakt sei über den Ablauf und die Etikette gesprochen worden, erinnert er sich. In medias res gingen die Frauen und Männer beim zweiten Treffen, nachdem fünf sogenannte „Reise-Gruppen“ gebildet worden waren. Sie diskutieren über ein bestimmtes Thema, treffen sich auch im kleineren Rahmen und sprechen am Ende Empfehlungen für die große Runde aus. Trotz der großen Zahl der Teilnehmer und des Online-Formates, das durch die Corona-Pandemie für die Verantwortlichen alternativlos war, komme jeder zu Wort, hat Flechner beobachtet. „Es wurden Regeln aufgestellt, die die Diskussion fördern sollen. Alle müssen einmal an der Reihe gewesen sein, bevor sich jemand zum zweiten Mal zu Wort meldet“, erläutert Flechner den Ablauf der Treffen. „Dadurch bleibt die Diskussion immer sehr sachlich. Auch die Moderatoren machen das sehr gut und bleiben stets neutral. Hinter dem Projekt steckt wirklich viel gute Arbeit“, lobt er die Organisatoren. Dass ein normaler Samstag „auch mal etwas anstrengend“ sei, nehme er deshalb gerne in Kauf. versichert er. Flechner räumt ein, dass man auch schonmal abschalte oder sich von etwas anderem ablenken lasse, wenn man zu Hause vor dem Laptop sitze.

Neben Flechner wurden noch weitere Personen aus Lienen für das Projekt ausgewählt, die Teilnahme war freiwillig. Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr – es ist die zweite Auflage nach 2019 – Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. Die Ergebnisse der sechswöchigen Besprechungen sollen im März im Bundestag eingebracht werden.

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