Siebenjährige spendet Haare für kranke Kinder
Schnipp, schnapp, 30 Zentimeter ab

Lienen -

Das Bild ging Mila nicht mehr aus dem Kopf. Ein Mädchen, dem die Haare ausgefallen sind. Die Siebenjährige hatte das Foto durch Zufall auf dem Handy ihrer Mutter Kathrin Huneke gesehen und wollte wissen, was es damit auf sich hat. Aus ihrer Neugierde erwuchs eine ungewöhnliche Spendenaktion, für die in der Familie aus Lienen zur Schere gegriffen werden musste.

Donnerstag, 18.03.2021, 21:30 Uhr aktualisiert: 19.03.2021, 12:51 Uhr
Mila war sofort bereit, ihren langen Zopf abschneiden zu lassen, als sie vom Schicksal eines kranken Mädchens hörte.
Mila war sofort bereit, ihren langen Zopf abschneiden zu lassen, als sie vom Schicksal eines kranken Mädchens hörte. Foto: Kathrin Huneke

Das Bild ging Mila nicht mehr aus dem Kopf. Ein Mädchen, dem die Haare ausgefallen sind. Die Siebenjährige hatte das Foto durch Zufall auf dem Handy ihrer Mutter Kathrin Huneke gesehen und wollte wissen, was es damit auf sich hat. Aus ihrer Neugierde erwuchs eine ungewöhnliche Spendenaktion, für die in der Familie aus Lienen zur Schere gegriffen werden musste.

„Ich habe Mila erklärt, dass das Mädchen seine Haare verloren hat, weil es mit Chemotherapien behandelt worden ist.“ Das Kind, von dem Kathrin Huneke erzählt, gehört zum Bekanntenkreis der Familie. Als die Tochter begreift, was das heißt, ist sie schockiert und will helfen. Eine Perücke sollte her, und dafür war Mila bereit, einen Teil ihrer Haare zu opfern.

Dass das Mädchen aus dem Bekanntenkreis bereits eine Perücke hat, hält die Siebenjährige nicht von ihrem Vorhaben ab. Dann solle eben ein anderes krebskrankes Kind profitieren. Von diesem Gedanken sei die Tochter nicht mehr abzubringen gewesen, erzählt die Mutter.

Also wurde im Internet recherchiert. Die Stiftung Deutsche Kinderkrebshilfe ausfindig gemacht und das weitere Prozedere geklärt. Kathrin Huneke berichtet, dass es angesichts der Corona-Pandemie offenbar schwierig sei, die Haare über einen Friseur zu spenden. Also übernahm sie den Job. Die langen Haare ihrer Tochter wurden zu einem Zopf gebunden – und zack waren 30 Zentimeter ab. Das war am Samstag

Am Montag kam der dicke Haarbüschel in eine Tüte und die in einen Briefumschlag. Adressat sei ein Perückenhersteller, der mit der Kinderkrebshilfe zusammenarbeite und auch noch einen Geldbetrag auf die Haarspende drauflege, sagt Kathrin Huneke. „Wir sind richtig stolz, und Mila selbst freut sich riesig, einem kranken Kind eine Freude bereiten zu können.“

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