Geplantes Windrad in Meckelwege
Bündnis und SPD deuten Widerstand an

Lienen -

Ein in Meckelwege geplantes Windrad stößt nicht unbedingt auf Begeisterung. Das wurde im Haupt- und Finanzausschuss deutlich.

Samstag, 20.03.2021, 10:08 Uhr aktualisiert: 20.03.2021, 10:10 Uhr
Ein Investor plant in Meckelwege die Errichtung einer Windkraftanlage.
Ein Investor plant in Meckelwege die Errichtung einer Windkraftanlage. Foto: Michael Schwakenberg

Mit Blick auf die umfassende Tagesordnung und die allgemeine Corona-Gefahr – trotz FFP-Masken und ordentlich Abstand zwischen den Tischen in der Aula der Waldorfschule – hatten sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses zu Beginn der jüngsten Sitzung darauf verständigt, einige Punkte ohne Diskussion in die zuständigen Fachausschüsse zu verweisen.

Daran hielten sich nicht alle Teilnehmer. Als es um das geplante Windrad in Meckelwege ging, war es Heiner Peters vom Bündnis von Ökologie und Demokratie, der die schriftlichen Ausführungen zu diesem Punkt nicht kommentarlos zur Kenntnis nehmen wollte. Peters machte deutlich, dass das Bündnis unter anderem wegen Rotmilan-Vorkommen rund um den geplanten Standort und auch wegen der Mindestabstände zu den umliegenden Anwesen Bedenken habe. Und wenn dort schon eine Windrad gebaut werde, dann doch bitte unter wirtschaftlicher Beteiligung der Lienener Bürger.

Wir haben bei den Anlagen in Glandorf schon dagegen gestimmt, da wäre es widersinnig, das jetzt nicht zu tun.

Reinhard Otte (SPD)

Für Rainer Otte ( SPD ) war das Statement des Bündnisses zumindest zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger überflüssig. „Für uns ist es noch viel zu früh, da jetzt schon etwas zu zu sagen. Lasst uns doch erstmal abwarten, was vom Kreis dazu kommt. Und wenn wir gefragt werden, sagen wir was dazu“, mahnte er.

Wie berichtet, hat die Firma Innovent aus Varel die Gemeindeverwaltung sowie die betroffenen Anlieger darüber informiert, dass sie auf einem Grundstück in Meckelwege eine Anlage errichten möchte – etwa drei Kilometer südlich des Ortskerns unweit der Grenze zu Glandorf. Die Nabenhöhe soll 126 Meter betragen, die Gesamthöhe 197 Meter, der Rotordurchmesser 141 Meter. Acht Wohnhäuser/Hofstellen liegen im Radius von 800 Metern, drei Wohngebäude im Abstand der zwei- bis dreifachen Gesamthöhe der Anlage. Dabei handelt es sich um einen Prototypen, der grundlastoptimiert ausgelegt ist und durch Elektrolyseverfahren Energieumwandlung in Wasserstoff durchführt. Genehmigungsbehörde ist der Kreis Steinfurt. Der Kreis wird die Gemeinde zu gegebener Zeit um eine Stellungnahme sowie um eine Erklärung zum gemeindlichen Einvernehmen bitten.

Otte fügte seiner Mahnung übrigens noch einen Nachsatz hinzu, mit dem schon mal andeutete, wie die SPD zu dem Vorhaben steht: „Wir haben bei den Anlagen in Glandorf schon dagegen gestimmt, da wäre es widersinnig, das jetzt nicht zu tun.“

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