Zwei Arztpraxen bieten Corona-Schnelltests an / Weitere Gespräche laufen
„Stehen mit recht leeren Händen da“

Lienen -

Die Nachfrage nach Corona-Schnelltests ist da - und sie steigt. Das bestätigen die beiden Arztpraxen, die diese auf Lienener Gemeindegebiet durchführen. Und das weiß auch Ordnungsamtsleiter Christian Brüger, der hofft, dass es bald noch mehr Möglichkeiten der Testung gibt. Gespräche laufen.

Freitag, 26.03.2021, 20:41 Uhr aktualisiert: 26.03.2021, 20:50 Uhr
Ordnungsamtsleiter Christian Brüger hofft, dass die Zahl von Institutionen, die Corona-Schnelltests anbieten, weiter steigt und befindet sich in Gesprächen.
Ordnungsamtsleiter Christian Brüger hofft, dass die Zahl von Institutionen, die Corona-Schnelltests anbieten, weiter steigt und befindet sich in Gesprächen. Foto: privat

Christian Brüger redet nicht um den heißen Brei herum. „Nein, das ist wirklich keine schöne Situation“, sagt der Leiter des Ordnungsamtes . „Wir haben unsere Fühler in viele Richtungen ausgestreckt, viele Gespräche geführt, aber stehen doch mit recht leeren Händen da.“ Was den Mann aus der Verwaltung alles andere als glücklich stimmt, ist das Thema Corona-Schnelltests. Laut offiziellen Angaben bieten diesen Service zwei Arztpraxen in Lienen an. Und haben damit gut zu tun. Gerne, so Brüger, dürften sich weitere Interessenten hinzugesellen. Schließlich stünde man mit den Tests erst am Anfang. Aber, so der Leiter des Ordnungsamts: „Wir befinden uns weiter in Gesprächen.“

Eine der Praxen, die die kostenlosen Bürgertests anbietet, ist die von Anne-Cathrine Lahr und Beate Wacker. „An die 20 Tests“, sagt Wacker, würden täglich durchgeführt. Und damit gerate man durchaus an Kapazitätsgrenzen, was das Personal anbelangt. Ein anderthalbstündiges Zeitfenster in der Mittagszeit (11.30 bis 13 Uhr) gibt es dafür an der Kattenvenner Straße. Wobei sie ergänzt: „Notfalls finden wir auch andere Lösungen.“

Auch in der Praxis von Sigrid Kalthöfer und Sabine Koller werden die Tests „gut nachgefragt“, bestätigt Lea Krumschmidt. Noch werde man der Sache gut Herr, Termine könnten in der Regel für den nächsten Tag vereinbart werden, und Tests seien in ausreichendem Maße da. Aber: „Für die Tage kurz vor Ostern sind die Termine bereits zu 90 Prozent vergeben“, so die medizinische Fachangestellte.

Christian Brüger ist froh, dass sich die beiden Lienener Praxen aus eigener Initiative heraus beim Kreis beworben haben – und hofft, dass vielleicht auch Institutionen, die Corona-bedingt aktuell auf Sparflamme laufen, oder Kooperationen den Schritt wagen und sich beim Kreis für die Durchführung von Schnelltests melden.

Von Sparflamme kann im Fachdienst Ordnung partout keine Rede sein. „Eigentlich arbeiten wir seit einem Jahr sieben Tage die Woche durch. Quarantäneverfügungen müssen schließlich auch am Wochenende aus- und persönlich zugestellt werden.“ Brüger rechnet vor: Seit Beginn der zweiten Welle im Oktober hat das Ordnungsamt weit über 1000 Anordnungen und Aufhebungen von Ordnungsverfügungen an positiv auf Covid-19 getestete Lienener und deren Erstkontakte auf den Weg gebracht. Dazu der Schriftverkehr, den der Verwaltungsmann in diesem Bereich auf „4000 bis 5000 Mails“ schätzt. Als zusätzliche Aufgabe sei das schon belastend. Und: „Wir können nur die höchsten Flammen austreten“, gibt er zu.

Momentan ist die Lage im Erholungsort vergleichsweise ruhig. Sieben an Corona Erkrankte, dazu zehn weitere Personen in Quarantäne waren am Freitagmittag in Lienen verzeichnet. Zu Hochzeiten befanden sich bis zu 85 Lienener in Quarantäne.

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