Siedlergemeinschaft und „Mein Lienen“ legen eine Wildblumenwiese an
Farbenfroh und insektenfreundlich

Lienen -

„Auf dass da etwas wachsen kann“, sagt Bürgermeister Arne Strietelmeier, kurz bevor er gemeinsam mit Edmund Bein, dessen Enkel Lasse, Kai Dormann und Stefan Epmann ein paar Samenkörner in die Höhe wirft. Es ist der Startschuss zur Anlage einer rund 350 Quadratmeter großen Wildblumenwiese am Abzweig nach Holperdorp.

Sonntag, 25.04.2021, 18:46 Uhr aktualisiert: 27.04.2021, 17:56 Uhr
Auf dass die Saat aufgeht: Stefan Epmann, Bürgermeister Arne Strietelmeier, Edmund Bein mit Enkel Lasse und Kai Dormann (von links) haben am Freitag die ersten Samen für die Wildblumenwiese an der Holperdorper Straße per Hand ausgebracht. Etwa Ende Mai, Anfang Juni dürften sich die ersten Blüten zeigen.
Auf dass die Saat aufgeht: Stefan Epmann, Bürgermeister Arne Strietelmeier, Edmund Bein mit Enkel Lasse und Kai Dormann (von links) haben am Freitag die ersten Samen für die Wildblumenwiese an der Holperdorper Straße per Hand ausgebracht. Etwa Ende Mai, Anfang Juni dürften sich die ersten Blüten zeigen. Foto: Mareike Stratmann/Anne Steven

Aber es ist eben noch mehr: nämlich ein Beispiel für das Zusammenwirken verschiedener Partner, „um Lienen noch etwas schöner zu machen“, wie es der Bürgermeister beschreibt.

So haben sich die Siedlergemeinschaft Lienen im Verband Wohneigentum und der Verein „Mein Lienen“ zusammengetan, „um der Gemeinde dieses Geschenk zu machen“, wie Edmund Bein beim Ortstermin sagt. Der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft und sein Stellvertreter Kai Dormann berichten, dass man zum 70-jährigen Bestehen des rund 100 Mitglieder zählenden Zusammenschlusses im vergangen Jahr überlegt habe, wie man eben nicht sich selbst, sondern anderen eine Freude machen könne. Dabei habe man sich an Herbert Breitenfeld und eine ähnlich gelagerte Aktion in Leeden vor zwei Jahren erinnert und entsprechende Tipps eingeholt.

„Mein Lienen“ war schnell mit im Boot – und die etwa 450 Euro teure Aktion damit finanziell gestemmt. Nur wo sollte der insektenfreundliche Farbtupfer angelegt werden? An dieser Stelle kam die Gemeinde ins Spiel, die die Aktion der beiden Akteure „absolut befürwortet“, wie Arne Strietelmeier betont und im Gespräch mit dem Kreis Steinfurt fünf potenzielle Gemeinde- und Kreis-Flächen auslotete. Geworden ist es die kreiseigene Brachfläche an der Holperdorper Straße, auf der sich laut Stefan Epmann, Inhaber des gleichnamigen Gartenbau-Betriebes, ab etwa Ende Mai, Anfang Juni die ersten Blüten zeigen dürften.

Bitterlupinen, Sommerwicken, Sonnenblumen, Gelbsenf und Co. sollen bis in den späten Herbst hinein für ein farbenfrohes und vor allem für Insekten nahrhaftes Feld sorgen. Für die einen schön anzusehen, für die Natur von großem Nutzen – und für alle Seiten deshalb eine Win-win-Situation, sind die Initiatoren überzeugt.

Direkt im Anschluss an den kurzen Pressetermin schreitet Stefan Epmann zur Tat, bereitet die Fläche vor und bringt das Saatgut aus. Im Übrigen mit ausreichendem Abstand zur Straße, so dass die Sicht für alle Verkehrsteilnehmer gewahrt bleibt. Zum Jahresende wird die Fläche gemulcht, ehe im kommenden Frühjahr eine Nachsaat erfolgt. Denn die Wildblumenwiese soll keine Eintagsflieges sein, sondern ist auf Nachhaltigkeit angelegt.

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