Lotte
Ein Traum: Ökomuseum für Kinder

Montag, 16.07.2007, 10:07 Uhr

Lotte . Gleich mehrere Antworten auf den Klimawandel wollen die Landschaftsbau-Studenten Christoph Engel , Andreas Weimar und Jan Hiltrop mit ihrem Projekt Ökopark Alt-Lotte geben. Ihr Vorschlag zu einer Nachnutzung der sich dort befindlichen Nato-Siedlung hat insgesamt drei wesentliche Bausteine: Edutainment im Ökodrome, Wohnen mit alternativen Energien und Forschung plus Beratung plus Verkauf.

Edutainment setzt sich aus den beiden englischen Wörtern education (zu Deutsch: Ausbildung) und entertainment (Unterhaltung) zusammen. Und hinter dem Begriff Ökodrome verbirgt sich der Traum für ein ökologisches Museum. Was also wollen die drei Nachwuchswissenschaftler? Die Antwort: Ein unterhaltsames und pädagogisch anspruchsvolles Ökomuseum , das auf spielerische Art schwierige Inhalte rund um das Thema alternative Energien erklärt. Zielgruppe sind Kinder.

Aber das war erst der erste Streich, der zweite des umweltbewussten Trios folgt sogleich. Denn Kinder sollen sich im Alt-Lotte der Zukunft nicht nur im Museum aufhalten, sondern auch auf dem Gelände der alten Nato-Siedlung wohnen. Allerdings nicht in x-beliebigen Behausungen. Denn im Ökopark wohnt die moderne junge Familie in Themenhäusern, die alternative Energien nutzen und auf ökologische Art gefertigt wurden.

Drei Typen von Themenhäusern stehen zur Wahl:

1. Das Sonnenhaus: Die Optik wird hier vorrangig von Solarzellen und Sonnenkollektoren bestimmt. Dabei handelt es sich um zwei verschiedene Systeme. Verkürzt gesagt, dienen die Zellen der Stromerzeugung und die Kollektoren der Warmwasserversorgung.

2. Das Wasserhaus: Es ist auf die Verwertung von Regenwasser spezialisiert.

3. Das Grüne Haus: Hier ist die Farbe Programm. Dächer und Fassaden sind begrünt und so gut isoliert.

Beim dritten Baustein des Ökoparks Alt-Lotte bringt das Trio die drei Schlagwörter Forschung, Beratung und Verkauf ins Spiel. Dem Konzeptpapier nach soll auf dem Areal ein Forschungszentrum mit technischen Laboren angesiedelt werden.

Zum einen soll hier eine Langzeitdokumentation entstehen, in der zum Projekt Themenhäuser gearbeitet wird. Zum anderen sehen die Planungen vor, hier allgemeine Forschungsuntersuchungen zur alternativen Energienutzung zu betreiben.

Hinter dem Schlagwort Beratung verbirgt sich ein Verbraucher-Informationszentrum, das Bürger über Möglichkeiten informieren soll, wie alternative Energien in Privathaushalten genutzt werden können, wie rentabel sie sind, welche Förderungsmöglichkeiten es gibt und so fort. Zudem sollen sich nach den Wünschen der Studenten Firmen ansiedeln, die Materialien wie Solaranlagen verkaufen.

Mit der Umsetzung der drei beschriebenen Bausteine ist es allerdings noch nicht getan. Um den ökologischen und naturnahen Gesamteindruck der Siedlung zu unterstreichen, ist der Phantasie der drei kreativen jungen Männer beispielsweise ein großer See inmitten des Ökoparks Alt-Lotte entsprungen.

Darüber hinaus sollen die Garagenhöfe einem Park weichen, notwendigerweise ein Teil der jetzigen Gebäude abgerissen werden, ein anderer Teil von außen neu gestaltet werden; und zwar in Anlehnung an die Fassaden der Themenhäuser.

Zu guter Letzt wird ein überdimensionales dreieckiges Sonnensegel über dem modernen Ökodrome die drei Sektoren der Anlage verbildlichen.

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