Lotte
Extremsport-Park statt Siedlung

Montag, 09.07.2007, 17:07 Uhr

Lotte . Ein Vorschlag der Extreme ist die Idee von Gunnar Borstel , Sascha Knoche und Andreas Caelers nicht nur, weil sie die Nato-Siedlung in Alt-Lotte zu einem Extremsport-Park umwandeln wollen.

Letztlich ist dieser Vorstoß auch der Forscheste von neun Vorschlägen, die verschiedene Arbeitsgruppen der Fachhochschule (FH) Osnabrück für eine Siedlungs-Neunutzung ersonnen haben.

Am Anfang mag der Wunsch von der Verwirklichung eines Kindheitstraumes gestanden haben. Denn welcher kleine Junge träumt nicht davon, einmal Bagger zu fahren?

Fest steht: Von diesen Gefährten und anderem schweren Baugerät bräuchte das Studenten-Trio eine ganze Menge. Schließlich soll von der Nato-Siedlung ihren Vorstellungen nach lediglich eine Ruinenlandschaft übrig bleiben.

Nachdem die Gebäude größtenteils abgerissen worden sind, soll eine Sportlandschaft entstehen wie es sie in der Region bislang noch nicht gibt.

Die Planungen sehen unter anderem einen Kletterfelsen vor, der für Kraxler jeden Niveaus die passende Herausforderung bietet. Eingebettet in eine naturnahe Landschaft, können sich Kletterfreunde hier auch von einem professionellem Team anleiten lassen.

Eine weitere Idee: Zu Ruinen umgestaltete Gebäude können für Paintball – eine Art modernes Räuber-und-Gendarme-Spiel – genutzt werden. Der Vorteil gegenüber eines Paintball-Parks unter freiem Himmel besteht darin, dass auch bei schlechtem Wetter gespielt werden kann. Eine vernünftige Beleuchtung würde auch das nächtliche Spiel ermöglichen.

Der im wahrsten Sinne des Wortes alles überragende Höhepunkt der gesamten Anlage ist für die Landschaftsbau-Studenten ein Bungeeturm. 45 Meter soll er hoch sein und neben einem einzigartigen Überblick all denen einen unvergleichlichen Adrenalinschub verschaffen, die sich wagemutig an einem Seil gesichert in die Tiefe stürzen.

Wer gerne durch die Lüfte wirbelt, es aber dennoch etwas bodenständiger mag, kann sich zur Skateranlage aufmachen. Im Plan des FH-Trios ist sie zweigeteilt. In einem Bereich sollen sich Inline-Skater und Skateboard-Fans zuhause fühlen.

Im anderen Bereich können BMXer mit ihren Fahrrädern spektakuläre Stunts machen. Und zwar, wie schon beim Paintball, zu jeder Tageszeit und bei jeder Witterung. Denn auch hier wünschen sich die kreativen Planer eine Überdachung und eine gute Ausleuchtung.
Wer sich nach all den Abenteuern erholen möchte, dem ist der Besuch der Sportsbar in der Mitte des Areals zu empfehlen.

Hier könnten den Besucher ein Restaurant, ein Imbiss und ein Café zum Verweilen einladen. Bei gutem Wetter soll das auf einer Dachterrasse möglich sein, von der aus der geplante Park zu sehen ist. Dieser grenzt direkt an die Sportsbar an und bietet den Gästen zahlreiche Sitzgelegenheiten zum gemütlichen Verweilen.

Wenn die beschriebenen Planungen erst einmal realisiert seien, so das Trio, könnten weitere Attraktionen folgen. Zum Beispiel Festivals, Fallschirmspringer-Tage oder sogar ein Themenschwimmbad mit Übernachtungsmöglichkeiten.

Und wer gehört nach Ansicht der drei Studenten zur Zielgruppe für diesen Sportpark der Superlative? Alt und Jung genauso wie Menschen von nah und fern. Schließlich, so die Planer in ihrem Konzeptpapier, sei Lotte äußerst verkehrsgünstig gelegen.

Städte wie Münster, Hannover und Bremen seien nicht sehr weit entfernt. Zudem gebe es gute Bus- und Bahn-Anbindungen, die Autobahn sei vor der Haustür und mit dem FMO sogar einen Flughafen in der Nähe.

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