Lotte
Taktvolle Reise in den Senegal

Donnerstag, 20.09.2007, 13:09 Uhr

Lotte/ Büren . Afrika liegt nur einen Trommelwirbel entfernt von Büren. Dorthin flogen 206 Kinder der Regenbogengrundschule mit Eltern und Lehrern. „Trommelzauber“ hieß die Veranstaltung, die der Förderverein anlässlich des Weltkindertages finanziell unterstützte.

Vorsitzende Karin Feist freute sich schon auf Trommelzauberer Johnny Lamprecht , der sie und das Publikum bereits vor sechs Jahren in seinen Bann zog: „Was er macht, ist einfach toll.“ Das fanden die Schüler auch. Sie lernten den Afrikafan bereits morgens in der Schule kennen und von ihm das rhythmische Trommel-Abc.

Lamprecht hatte für jedes Kind eine handgemachte Djembé im Gepäck. Mit ihnen verschaffte er den Kindern ein beeindruckendes Gemeinschaftserlebnis, das die Motorik förderte und den jungen Bürenern spielend die fremde Kultur vermittelte. Dazu gehörten Tänze, Lieder und die Rhythmik der Trommelklänge.

Die Erstklässler Sandra und Luca waren vom Tanzen am meisten beeindruckt. Timo fand das Trommeln an besten. „Ich habe schon lange eine eigene Trommel“, berichtete der Experte. Die habe er mit seiner Mutter aus einem Blumentopf gebastelt. Dann schloss er sich der Flugreise an, die in den warmen Senegal führte.

Der schwarze DJ Fofo legte die Hintergrundmusik auf, zu der die Kinder ihre Trommel sprechen ließen. Schleichen, springen und Applaus – die Instrumente sind Alleskönner per Handschlag. Der afrikanischen Lebensfreude, die Lamprecht mit den Klängen nach Büren brachte, konnten sich auch die Erwachsenen nicht entziehen.

Auch etwas Senegalesisch haben die jungen Bürener gelernt: „Kobanga-te“ hieß das Schutzengellied. „Aha soum soum mamak“, begann das Kinderloblied, und „Mama simba lala“ sangen alle kräftig beim Mutmachlied.

Beim Lied in der „Weißkopfsprache“ formierte sich die Reisegruppe zum fröhlichen Chor, der „Wir sind Kinder einer Welt“ anstimmte.

Schade nur, dass die Reise nach einer Stunde endete und die Passagiere im Flieger wieder auf dem Bürener Turnhallen-Airport landeten. Groß und Klein hätten gern noch weiter gesungen, getanzt und geklatscht.

„Klasse“, war daher auch der erste knappe Kommentar der strahlenden Schulleiterin Ilona Ballmann. „Es ist enorm, wie Johnny Lamprecht die Kinder motiviert mitzumachen, und wie es ihm gelingt, sie zu begeistern. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich, denn die Kinder haben den Rhythmus sofort aufgenommen.“

Bei so viel Anerkennung für den Förderverein könnte sich der Trommelzauberer schon mal einen Septembertermin für das Jahr 2013 für die Bürener freihalten. . .

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