Lotte
Feuerwehr reagiert blitzartig

Sonntag, 23.12.2007, 17:12 Uhr

Lotte . Die Lotter Wehr hilft, wo sie kann: Am Sonntag rückten sieben Wersener Blauröcke aus, um des Blitzeises Herr zu werden. Grund: die Verwaltungsspitze hatte Wetterprognosen so interpretiert, dass ein Notdienst des Bauhofes über die Feiertage nicht erforderlich sei.

Die Feiertage kamen nicht plötzlich. Also machten sich Bürgermeister Rainer Lammers und sein allgemeiner Vertreter Werner Borchelt vorab Gedanken über den Winterdienst während dieser Zeit. „Werner Borchelt und ich waren anhand der lokalen Wetterprognosen der Auffassung, dass wir in Lotte keine Bereitschaft brauchen“, sagte Lammers auf Anfrage.

Dass sich die Wetterlage derart zuspitzen würde, sei nicht vorhersehbar gewesen, ergänzte er. Doch als es ihm dann morgens überraschend die Füße unterm Körper wegzog, habe er umgehend umdisponiert.

Also setzte sich Lammers mit Bauhofleiter Jörg Stork in Verbindung. „Bauhofmitarbeiter waren spontan nicht verfügbar“, berichtete Lammers. Daraufhin bat er Gemeindebrandinspektor Volker Rapelius um Hilfe. „Die Feuerwehr ist zur Stelle, wenn Not am Mann ist. Ich freue mich, dass Volker Rapelius sofort zugesagt hat“, lobte der Bürgermeister das Engagement am 4. Advent.

Der Auftrag ging an Rapelius' Vertreter Gerd Nüsse in Wersen weiter. Der und sein Junior Lukas trafen sich mit Thorsten Brinkmann, Bastian Bartels, Christian Wenzel, Lars Glückhardt, Jens Sielmon und Andreas Vogel am Gerätehaus zur Einsatzbesprechung mit Stork.

Anschließend nahmen sie den Kampf gegen die Glätte auf Fußwegen auf. „Wir sind eineinhalb Stunden unterwegs gewesen und haben in vier Fahrzeugen mit je zwei Personen öffentliche Plätze und Bushaltestellen angefahren und gestreut“, berichtete Nüsse.

Für ihn selbstverständlich: „Wenn der Bürgermeister anruft und es gibt eine Notlage, sind wir da.“ Doch räumte er ein: „Aber so ein Streueinsatz muss eine Einmaligkeit bleiben.“ So oder so; Lammers war dankbar für die Hilfe „Die Feuerwehr ist immer zur Stelle. Auf die kann man sich verlassen.“

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