Lotte
Abteilung mit Trähner und Bierwart

Dienstag, 29.01.2008, 16:01 Uhr

Lotte. Es handelt sich zwar nicht um die größte, aber wohl um die lustigste Sportabteilung in der Gemeinde: Die „ Kampfsportgruppe 13“ des TuS Lotte feierte am Montagabend ihr 20-jähriges Bestehen, wie immer mit Trähner, Schleifer, Bierwart und viel Spaß.

Als „Gerüst des Zusammenhaltes“ sieht Frank Völz , den die Männer vor 18 Jahren „Trähner“ tauften, vier tragende Säulen: den wöchentlichen Sportabend montags nach der Tagesschau, die eigene Tradition, die selbst bestimmten Brauchtumstage und das konsequente Getränkemanagement.

Zugegeben: die letzten drei Säulen entbehren jeglicher Ernsthaftigkeit, umfassen beispielsweise das Abgrillen kurz vor Silvester und das Angrillen kurz nach Neujahr . Doch nicht ohne Grund steht an erster Stelle der Sportabend.

Die Motivation, die allwöchentlich 13 bis 18 Männer „im besten Alter“ in die folterbereiten Hände des einfallsreichen „Trähners“ treibt, ist durchaus ernsthaft. Wenn es gut läuft, sind es das teuer erworbene Hüftgold und die sich bei Jungsenioren einstellenden Zipperlein in Mark und Bein.

Häufig zeigt aber der Hausarzt etwa wegen Besorgnis erregender Herz-Kreislauf-Geschichten die Rote Karte, die zu sportlichen Aktivitäten zwingt.

„Meine Erfahrung ist“, so Bierwart Bernhard Nikolay, „dass es nicht lange vorhält, wenn einer vom Arzt oder von seiner Frau hierher gezwungen wird. Er muss es wollen, muss sich auf den Montagabend freuen wie ich – dann bleibt er auch.“

Da Mann sich – ohne dem „Trähner“ zu nahe zu treten – nicht wirklich auf die häufig über die Schmerzgrenzen gehenden Gymnastikübungen freuen kann, kommt hier der Spaß als Pflicht ins Spiel.

„Sport ja, aber nie ohne Spaß“, sagt Frank Volz selbst, der seit Jahren genau wegen dieser Mischung die 160 Kilometer jede Woche von Laer und zurück in Kauf nimmt. Lauftraining und Ballspiele lockern die Sportstunde auf, vor allem aber die Mischung unterschiedlicher Charaktere, Berufe und Hobbys, die für Zusammenhalt sorgen.

Beim obligatorischen „Pils danach“ in der Umkleide bekannten diesmal gleich drei Kampfsportler ernsthaft, dass sich ein ausgefallener Übungsabend bei ihnen körperlich negativ bemerkbar mache.

Bei Eckhard Erfmann vornehmlich seelisch. Er ist halt so sensibel – deshalb auch der Beiname Schleifer.

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