Lotte
Auf Platz drei bleibt kein Halm stehen

Donnerstag, 24.01.2008, 12:01 Uhr

Lotte. Jetzt geht’s los: Die Vorarbeiten für den Kunstrasenplatz im Sportpark am Lotter Kreuz sind am Mitttwoch gestartet. Sportfreunde-Macher Manfred Wilke hofft, dass bis Ende März der Trainingsplatz drei und ein Minispielfeld mit Kunstrasen belegt sein werden. Zudem umfasst das ehrgeizige Projekt ein Beachvolleyballfeld und einen neuen Parkplatz.

Zäune und Pfosten in dem Bereich wurden gestern entfernt. Weil die Stelen fest in Beton tief in der Erde verankert waren, half ein Bagger beim Herausziehen. Tiefe Profilspuren im durchfeuchteten Rasen zeugten von den Arbeiten schweren Gerätes bei nasskaltem Nieselwetter.

Aus den Verhältnissen, die nach dem Regen eher einem Kartoffelacker glichen als einem Trainings- und Spielfeld, sollen optimale werden, die zulassen, dass auch im Winter Fußball richtig Spaß macht. Nun setzen die Sportfreunde darauf, dass das Wetter ihnen hold ist und in der wärmeren Jahreszeit auf Kunstrasen sowohl das Training als auch der Spielbetrieb an der Jahnstraße aufgenommen werden kann.

Bis dahin weichen die Fußballer nach Wersen an die Westerkappelner Straße aus. „Wir werden zehn Wochen lang Training aus dem Container machen“, erklärt Manfred Wilke, denn die Übungsstunden werden an die Dreifachsporthalle verlegt. In einem kurzfristig dort aufgestellten Bauwagen deponieren Erwachsene und Jugendliche ihre Utensilien und trainieren auf dem Rasenplatz. Und danach? „Dann heißt es Hose an und zurückfahren. Geduscht wird im Stadion oder zu Hause, je nachdem“, antwortete Wilke. Aber nur für zirka zehn Wochen.

Das Projekt „Kunstrasenplatz“ war in der Ratspolitik und zwischen den Lotter Sportvereinen anfangs heftig umstritten. Mittlerweile zeichnet sich eine gemeinsame Nutzung durch die Vereine ab. Der Rat hatte im Dezember mit großer Mehrheit einen Zuschuss von 170 000 Euro beschlossen, den die Sportfreunde aber auf Sicht durch Übernahme von Pflege- und Pflasterarbeiten ausgleichen. In der vergangenen Woche stimmte der Rat zudem für eine Bürgschaft für die restlichen 170 000 Euro, die über Darlehen finanziert werden.

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