Lotte
Tabuthemen für Büttenredner ?

Freitag, 11.01.2008, 20:01 Uhr

-nat- Büren /Lotte. In der närrischen Zeit sind viele Regeln und Gesetze außer Kraft gesetzt. Die Regierung wird in der Session zur Monarchie, und Ländergrenzen werden großzügig erweitert. Mit einem kräftigen „Eversburg helau“ eroberten die Blauen Funken in einem Spaceshuttle die Bürener Elly-Heuss-Tagesstätte zu ihrer 25. Damensitzung.

Mit den Freunden der AWO Wersen-Büren feierte die Karnevalsgesellschaft auch ihr silbernes Jubiläum wieder in der Nachbargemeinde Lotte. Das Prinzenpaar Inge II. und Carsten I. lebt ebenfalls in Büren und gewährte seinen niedersächsischen Untertanen Asyl in NRW.

Dass man auch als Prinz durchaus Karriere machen kann, erläuterte Moderatorin Rosie Brömstrup anschaulich an Vorgänger Wolfgang Blavius, der es bei der AWO nun tatsächlich zum Kellner gebracht hat. Er und das weitere AWO-Team hatten alle Hände voll zu tun, die 130 Damen mit Getränken und Speisen zu versorgen.

Einige Närrinnen hatten sich für die Damensitzung extra einen halben Tag Urlaub genommen. Belohnt wurden sie mit einem tollen Programm. Vier junge Breakdancer, die Tanzmariechen der Turngruppe Bad Essen und einige Büttenreden waren im Wechsel die richtige Mischung.

Clown Andreas war jedoch etwas irritiert, als er von Rosie Brömstrup kurz vor seinem Auftritt einen Hinweiszettel bekam.

„T-T-D-B“ konnten die Gäste deutlich auf der Vorderseite lesen. „ Tabuthemen für deutsche Büttenreden“, übersetzte der Mime. Nichts über Doping, Gammelfleisch, den Papst, Holländer oder Eva Herman. Strikt zu unterlassen sei auch Fieses über Männer. Doch die Moderatorin korrigierte den Clown schnell. Schließlich seien diese Themen auf einer Damensitzung geradezu Pflicht.

Deshalb kamen die Närrinnen voll auf ihre Kosten, als er dann doch noch unter anderem über Pisa-Studie und Raucherschutz philosophierte.

Auch „Hertha“ (Angelika Gausmann) hatte Neues über ihren „Ambrosius“ und das Leben an sich zu berichten. Ihr Fazit allerdings: „Männer können sich die Frauen schöntrinken, Frauen die Männer aber nicht reich saufen.“ Doch ohne Männer geht es im Leben auch nicht, „schließlich sehen wir von hinten alle gleich aus, und vorne passen wir gut zusammen“.

Im Anschluss an das Programm eroberten sich dann die närrischen Damen die Bühne und verwandelten sie in eine Tanzfläche. Begehrtester Tanzpartner war natürlich Prinz Carsten Kandelhart, als einziger nicht arbeitender Mann des Abends durfte er nur wenige Verschnaufpausen einlegen.

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