Lotte
Klares Bekenntnis zum Standort Büren

Donnerstag, 14.02.2008, 17:02 Uhr

Büren . Ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Büren hat Klaus Hanl , Leiter der Elster-Geschäftseinheit Gasverwendung, am Mittwochabend am Rande der Ökoprofit-Auszeichnung in Rheine abgelegt. Unabhängig von der Namensänderung sei die frühere Kromschröder AG wirtschaftlich stark und kerngesund.

Dr. Gerd Althoff , seit Jahren im Bürener Betrieb für Arbeits- und Umweltschutz verantwortlich, vertiefte das bei seiner dritten Entgegennahme des Ökoprofit-Zertifikates vom Kreis Steinfurt: Bei der ersten beiden Urkundenverleihungen sei er noch Mitarbeiter der G. Kromschröder AG gewesen, heute gehöre er zur Elster GmbH.

„Wir sind heute ein Betriebsteil der Elster GmbH mit Hauptsitz in Mainz-Kastel und insgesamt gut 1400 Mitarbeitern an fünf Produktionsstandorten in Deutschland. Zwar sind wir in Lotte der bei weitem größte Standort – besonders in Bezug auf die Zahl der Mitarbeiter, den Umsatz und den Gewinn. Aber wir sind nun mal im Handelsregister von Wiesbaden eingetragen“, so Althoff.

Das ändere aber nichts daran, dass in Büren immer noch dieselben Menschen arbeiteten wie vor der Fusion, sagte der Physiker.

Auch werde der Standort „nicht komplett ferngesteuert“, sondern regele ganz im Gegenteil eine Menge Dinge bundesweit für Elster. Er selbst sei dafür ein Beleg, berichtete Althoff, da er in Sachen Umweltschutz inzwischen auch für die vier anderen Standorte verantwortlich sei.

Dass Klaus Hanl noch einmal ausdrücklich bestätigte, dass die Arbeitsplätze auf absehbare Sicht in Büren gesichert seien, nahm Lottes Bürgermeister Rainer Lammers mit großer Befriedigung auf. Er war ausschließlich wegen der Auszeichnung für Elster nach Rheine angereist.

Zwar ist der Bürener Betrieb nur einer von 19 Empfängern des Ökonomie und Ökologie versöhnenden Zertifikates, doch dabei ein ganz Besonderer: Als einziges Unternehmen hatte Elster-Kromschröder schon erfolgreich an den ersten beiden Ökoprofit-Runden teilgenommen, es ist mit 913 Mitarbeitern die größte Firma und am Weltmarkt tätig.

Ziel des vom Land NRW finanziell unterstützten Programmes ist es vor allem, regionale Netzwerke ins Leben zu rufen, in denen gegenseitig Impulse für gleichzeitige Kosten-, Energie- und Emissionsreduzierungen erfolgen.

Durch neue Beleuchtungstechnik, Erneuerung der Fenster, Optimierung der Druckluftversorgung und die Beschaffung eines Gefahrstoffschrankes hat Elster in dieser Runde mit einer Investition von 151 000 Euro eine jährliche Einsparung von 54 000 Euro oder 750 000 Kilowattstunden Strom und 376,3 Tonnen CO2 bewirkt.

Wie Landrat Thomas Kubendorff betonte, ist das Verhältnis von Investition zu Einsparung bei Neueinsteigern in Ökoprofit noch erheblich günstiger als bei ökologisch so fortgeschrittenen Firmen wie Elster. Landesweit betrage die jährliche Einsparung 26,3 Millionen Euro bei 55,9 Millionen Euro an einmaligen Investitionen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/568601?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F177%2F700306%2F700330%2F
Kampf gegen Plastikfolie und Einwegbecher
Einwegverpackungen sollen reduziert werden.
Nachrichten-Ticker