Lotte
Rosinenlift und Münzentanz

Montag, 11.02.2008, 17:02 Uhr

Büren. Wirkt wie Zauberei , lässt sich aber physikalisch erklären: beispielsweise das schwebende Ei, die Aufzug-Rosinen und die wackelnde Münze . Die drei vierten Klassen der Bürener Regenbogengrundschule erhielten jetzt Besuch von Schülern des Osnabrücker Ratsgymnasiums, die die Bürener mit Physikversuchen verblüfften.

In der 4c bei Lehrerin Christiane Müller war der Elftklässler Tobias Künne zu Gast. Die Anregung, beim Projekt Physik für Grundschulen mitzumachen, gab seine Lehrerin Katja Cullmann. „Ich habe dann im Internet recherchiert und die Versuche gefunden“, berichtete der „Ratsherr“. Bei den Tests zu Hause habe sein jüngerer Bruder ihm überaus interessiert auf die Finger geschaut und viel gefragt.

Na, dann sollten auch die Bürener ihren Spaß daran haben. Ganz unbekannt sind ihnen Versuche nicht, denn in Sachkunde wird auch an der Regenbogenschule manches ausprobiert und getüftelt.

„Mir hat alles Spaß gemacht", sagte Christof Werner begeistert und berichtet vom Versuch, bei dem eine kleine, nicht ganz volle Backaromaflasche in einer mit Wasser gefüllten Kunststoffflasche an der Oberfläche schwebte. „Als ich draufgedrückt habe, ist die kleine Flasche gesunken. Das liegt daran, dass die Luftblase in ihr kleiner wurde, so dass sie dann sank“, erklärte Christof. Justine Delbecque berichtete über auf- und abschwebende Rosinen im Mineralwasser: „Erst lagern sich Luftbläschen daran an, so dass sie hoch schwimmen. An der Luft platzen sie, die Rosinen sinken, lagern wieder Bläschen an und steigen dann wieder hoch.“

Die Schüler schauten genau und lagen mit ihren Vermutungen häufig richtig. Ansonsten half ihnen Tobias Künne auf weiterführende Gedankensprünge. Erika Kreuzer erklärte, dass eine Münze auf einer Flaschenöffnung sich dann bewegt, wenn das Wasser, in dem die Flasche steht, sehr heiß wird: „Die Luft in der Flasche wird warm und entweicht nach oben. Dann wackelt die Münze.“

Der faszinierendste Versuch glich fast einem Zaubertrick: das schwebende Ei. In ein hohes, mit Wasser gefülltes Glasgefäß ließ der Ratsgymnasiast Salz rieseln. Er verrührte alles und legte ein Ei hinein. Es schwamm oben. Nun füllte er vorsichtig Wasser oben drauf. Das Ei verharrte in der Höhe. Dort bildete sich auch ein Salzgürtel. Erklärung: das reine Wasser bietet dem Hühnerprodukt nicht den Auftrieb, den es im Salzwasser bekommt. Das gelang auch mit einem gekochten Ei.

„Es ist schon spannend, wenn ein Schüler vor der Klasse steht und erklärt. Die Kinder sind neugierig und interessiert. Schön war, dass einige erklären konnten, was passiert und warum“, sagte die Lehrerin der 4c und freute sich mit ihren Schützlingen über die interessante Ergänzung zum Sachkundeunterricht.

Daher ist also durchaus denkbar, dass Besuche mit Physikversuchen in der Regenbogenschule wiederholt werden. Leider dauerte der Besuch viel zu kurz. Tobias packte seine Ausrüstung, darunter auch zwei Kochplatten, wieder ein und fuhr zurück nach Osnabrück.

„Wir waren auch in einer anderen Grundschule und in einem Kindergarten. Das hat schon Spaß gemacht“, resümierte der junge Mann zufrieden.

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