Lotte
Blütenpracht zur gesamten Gartensaison

Lotte/Büren. Morgens um vier fanden sich schon zahlreiche Erntehelfer bei Siedler-Familie Langer am Mecklenburger Weg in Büren ein. Als der Hausherr sich dann im Garten sehen ließ, verschwanden sie alle jedoch laut kreischend und waren so lange...

Mittwoch, 20.08.2008, 23:08 Uhr

Lotte/ Büren . Morgens um vier fanden sich schon zahlreiche Erntehelfer bei Siedler-Familie Langer am Mecklenburger Weg in Büren ein. Als der Hausherr sich dann im Garten sehen ließ, verschwanden sie alle jedoch laut kreischend und waren so lange nicht gesehen, bis Siegfried Langer wieder ins Haus ging. Das war bereits im Juni, und die Erntehelfer kamen ungebeten.

„Dreht man ihnen den Rücken zu, sind auch schon wieder da“, ärgert sich seine Frau Luise immer noch über die Kirschen klauenden Dohlen. „Erst freuen wir uns über eine traumhafte Kirschblüte, dann sehen wir die Früchte reifen, und dann ist auch schon wieder alles vorbei.“ An die 70 bis 80 Pfund hätten sie wohl ernten können, wären die frechen Diebe nicht gewesen.

Aber nicht nur Kirschen wachsen in Langers Garten: Blickt man aus dem gemütlichen Wintergarten hinaus ins Freie, schlägt das Herz höher bei dieser bunten Blütenpracht in den gepflegten Blumenbeeten. Während Felberich, blauer Storchenschnabel, Akelei und gelber Gemswurz, Fingerhut und Rittersporn im Frühling schon Farbe in den Garten gebracht hatten, umgeben jetzt die Sommerblüher den dichten, grünen Rasen: unzählige Studentenblumen, lila Prachtscharte in harmonischer Nachbarschaft mit weißem, blauem und pinkfarbenem Phlox. Dass der pinke Phlox zu ihren Lieblingsblumen zählt, gibt Luise Langer gerne zu und zeigt auf ihr T-Shirt in der gleichen kräftigen Farbe.

Edle Fuchsien stecken mitsamt ihren Töpfen in der Erde, damit der Wind die Hochstämmchen nicht umweht. Dreibeine aus Aluminium hat der Blumenfreund gebastelt, damit die hohen, dünnen Beinchen festen Halt im Topf finden. Sie blühen noch nicht in voller Pracht, denn ein unbekannter Schädling hatte die Blätter Anfang Juni angefressen. Da hieß es erst einmal geduldig abwarten, und das hat sich gelohnt, denn überall bildeten sich neue Triebe.

„Sie blühen zwar noch nicht so üppig wie bei Niemeyers, aber dafür haben wir noch lange was von ihnen“, freut sich die Gärtnerin, die wie ihr Ehemann alle Fuchsien bei Namen kennt: Checkerboard, Jubelteen, Celia Smedley oder Kwintet lauten einige davon. „Vielliebchen“ ist noch zart und benötigt noch viel Liebe und Wärme, um einmal so groß zu werden wie ihre Schwestern.

Infiziert wurden die Bürener vor über zehn Jahren mit dem Fuchsienvirus. Erst kannten sich nur die Frauen Luise Langer und Gerda Niemeyer durch gemeinsamen Sport, dann fragte Luise: „Darf ich mal meinen Siegfried mitbringen, damit er auch mal die Fuchsien sehen kann?“ Sie durfte, und seitdem sind auch Siegfried und Karl-Heinz dicke Freunde und teilen die Freude an herrlichen Fuchsien. Drei „Billy Green“ von Karl-Heinz stehen – falls vorhanden – in praller Sonne am Gartenteich, wo Hundedame Diva gerne ihren Durst löscht.

Zur Obstplantage gehören schmackhafte Stachelbeeren sowie rote und schwarze Johannisbeeren. Zu hoch gewachsene Dahlien sollen im nächsten Jahr wieder durch bewährte gelbe ersetzt werden.

Die Langers genießen nicht nur ihren Blumengarten, sondern nehmen auch gerne an Ausflügen und geselligen Abenden der Bürener Siedlergemeinschaft teil: „Wir haben da vielfach die gleichen Interessen, und die Menschen in dieser Gemeinschaft liegen uns einfach“, betont Luise Langer. Die vier Jahreszeiten verbringen sie am liebsten in ihrem grünen Paradies.

Als Karl-Heinz Langers Mutter Gertrud noch lebte und bei ihnen wohnte, schaute sie so gerne den Garten an. „Wenn man in euren Garten guckt, ist das die reinste Freude“, habe sie damals häufig gesagt

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