Lotte
Von Menschen gebaut und mit Leben erfüllt

Dienstag, 23.12.2008, 17:12 Uhr

Wersen . An dieser Stelle setzen wir unseren Beitrages zur Geschichte der Wersener St.-Franziskus-Kirche fort, die dieses Jahr ihr 30-Jähriges feierte. Er stammt aus dem Jahr 2000.

Auf 8000 Quadratmetern Grundfläche sollte nun ein Gemeindezentrum entstehen. Mit der Planung und Bauleitung wurde im November 1976 der Architekt Lothar Ratzlaff beauftragt. In ungezählten Gesprächen zwischen ihm, Beauftragten des Bischöflichen Generalvikariates und dem Kirchenvorstand wurde schließlich ein Plan erarbeitet, der die Zustimmung aller Verantwortlichen fand und im November 1977 genehmigt wurde.

Die Bautätigkeit wurde unverzüglich aufgenommen. Trotz ungünstiger Witterungsbedingungen konnte bereits am 31. März 1978 das Richtfest gefeiert werden. Mit dem Gemeindezentrum entstanden ein Gottesdienstraum für 180 Personen und zwei Seitenräume, die jeweils 60 Personen Platz bieten. Ein Besprechungszimmer, die Sakristei, zwei Gruppenräume und eine Küche runden das Raumangebot ab.

Obwohl noch Restarbeiten zu erledigen waren, fand am 7. September 1978 die erste Heilige Messe in der neuen Kirche statt, bevor am 29. September die Gründungsurkunde eingemauert wurde. Der 7. Oktober 1978 war ein besonderer Tag: Weihbischof Alfons Demming konsekrierte die Kirche zu Ehren des heiligen Franziskus von Assisi und den Zelebrationsaltar. Am 7. Dezember 1978 erfolgte mit dem Einbau der Glocken „Franziskus“ und „ Mariä Himmelfahrt “ ein weiterer wichtiger Schritt zur Vervollständigung des Gemeindezentrums.

Die künstlerisch-liturgische Gestaltung wurde H. G. Bücker aus Vellern übertragen, einem Künstler, der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist. Stellvertretend für die gelungene Gestaltung steht das Altarkreuz aus Mooreiche. Die Eiche ist einige tausend Jahre alt. Der eindrucksvolle Corpus ist aus Bronzeguss.

Weitere Stationen im Gemeindeleben: Ein erinnerungswürdiges Ereignis fand am 13. Mai 1979 im neuen Gotteshaus statt. In St. Franziskus wurde erstmals das Sakrament der Erstkommunion gespendet. Zuvor geschah das für die Wersener Kinder in der Pfarrkirche St. Margaretha und für die Halener in der Hollager Kirche.

Im folgenden Jahr, am 16. und 17. August 1980, versammelten sich alle Mitglieder der Pfarrei St. Margaretha, um rund um St. Franziskus ein gelungenes Pfarrfest zu feiern. Das Gemeindeleben im Pfarrbezirk Wersen verzeichnete in den Folgejahren eine lebhafte Entwicklung.

Eine bewegende Erinnerung: Am 5. November 1984 verstirbt Pfarrer Franz Lückmann. Die Geduld der Gemeinde wird nicht all zu lange auf die Probe gestellt. Mit Wirkung vom 1. März 1985 überträgt Dr. Reinhard Lettmann, Bischof zu Münster, Jürgen Schülling die Pfarrei St. Margaretha.

Eine Premiere im November 1989: Sieben Mädchen wurden in das ehrenvolle Amt des Altardienstes eingeführt. Zahlreiche Diskussionen waren vorausgegangen, bis die Entscheidung fiel, dass auch Mädchen den Ministrantendienst ausführen durften, der bislang nur den Jungen vorbehalten war.

Unter dem Motto „Wer sich auf den Weg macht, kann anderen begegnen...“ trafen sich am 6. September 1998 die Gemeindemitglieder unter reger Beteiligung der Wersener Bevölkerung, um das 20-jährige Bestehen der St.-Franziskus-Kirche zu feiern. Strahlender Sonnenschein begleitete die Festgemeinde auf einem fröhlichen Pfarrfest.

Im Jahr 2000 stehen Wersens Katholiken mit der übrigen Pfarrei vor tiefgreifenden Veränderungen. Nachdem Diakon Alfons Schulenkorf bereits am 31. März in den verdienten Ruhestand verabschiedet wurde, beendet am Ostermontag Pfarrer Jürgen Schmülling seinen Dienst.

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