Lotte
Gemeinsamkeiten mehr betonen

Lotte. Zum Spaß richten die Sportfreunde Lotte ihren Neujahrsempfang nicht aus. Die Botschaft, die die 160 Gäste in die Welt hinaus tragen sollen, lautete diesmal: Die Kooperation der Lotter Sportvereine macht Fortschritte – vor allem in Büren und...

Montag, 05.01.2009, 20:01 Uhr

Lotte . Zum Spaß richten die Sportfreunde Lotte ihren Neujahrsempfang nicht aus. Die Botschaft, die die 160 Gäste in die Welt hinaus tragen sollen, lautete diesmal: Die Kooperation der Lotter Sportvereine macht Fortschritte – vor allem in Büren und Alt-Lotte, wo es immer noch je zwei Vereine gibt.

Für Büren durfte SFL-Macher Manfred Wilke die „Verlobung“ der seit 1968 getrennt marschierenden TG und des VfL bekannt geben. VfL-Chef Manfred Unger ergänzte, dass sich beide Vorstände in konkreten Gesprächen befänden und er auf den Durchbruch noch in diesem Jahr hoffe. Wenn die Mitglieder zustimmen, bedeutet das: Hochzeit.

In Alt-Lotte selbst scheinen die Dinge noch etwas komplizierter zu liegen. So zogen Manfred Wilke und TuS-Chef Bruno Diesel gemeinsam eine Positivbilanz des Erreichten: Durch den neuen Energietopf und konkrete Projekte wie die gemeinsame Basketballabteilung gebe es mehr Geld für Sportgeräte, Sportstätten und Übungsleiter. Das Gerücht, dass die Kooperation nach gutem Start wieder brach liege, sei falsch. Vor anderthalb Jahren, so Diesel, habe ihn eine Frau gefragt, ob sie sich eigentlich freuen müsse, wenn die Sportfreunde im Fußball verlören, nur weil sie TuS-Mitglied sei. Mit dem alten Denken, dass solche Gefühle verlangte, sei es vorbei. Das neue Denken habe dem TuS zwei zusätzliche Tennisplätze, eine neue Bewässerung, halbierte Verwaltungskosten und bald schon den Anbau ans Tennisheim gebracht. Diesel fragte die anwesenden TuS-Mitglieder rhetorisch, ob dies alles auch mit dem alten Denken möglich gewesen wäre und ob es gewünscht sei oder nicht. Gerüchte im Ort sagten ihm, dass viele das neue Denken und seine Erfolge nicht wollten. Das wolle er jetzt wissen.

Und Bruno Diesel setzte noch einen drauf: Es gebe auch das Gerücht, er werde 3. Vorsitzender der Sportfreunde. Das Gerücht sei zwar falsch, der Gedanke aber gut. Diesel: „Ich frage meine TuSler: Wäre das Hochverrat?“

Tatsächlich haben, wie verlautet, die Sportfreunde Diesel das Vorstandsamt angeboten, das die beiden Vereine enger zusammen brächte. Entschieden ist nichts.

Allerdings sagte Uli Fischer, Geschäftsführer des Kreissportbundes (KSB) Steinfurt, seine Unterstützung für solche Modelle zu. Auch Bernard Finger, Vorsitzender des SC Halen, ermutigte seine Kollegen, auf dem Weg fortzuschreiten.

Unter den TuS-Mitgliedern beim SFL-Empfang war das Echo gemischt. Während sich Heyko Hollander für weitere Kooperationen, aber gegen jeden Schritt hin zur Fusion aussprach, begrüßte Horst Petersson die Idee doppelter Vorstandsmitgliedschaften ausdrücklich. Er sei schon vor zehn Jahren für einen gemeinsamen Vorstand angetreten. Petersson, der auch als Nachfolger des verstorbenen Willi Birkenkämper an der SFL-Spitze gehandelt wird, gehört längst beiden Alt-Lotter Verein hin.

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