Raumprobleme der Regenbogenschule
Gesucht: Gesamtkonzept für Büren

Lotte -

Der Bedarf ist da, und er ist dringend: Davon konnten sich die Mitglieder des Ausschusses für Schulen, Sport, Soziales und Kultur beim Ortstermin in der Regenbogenschule Büren selbst überzeugen. Der Antrag auf Erweiterung der Bürener Grundschule mit Offener Ganztagsschule (OGS) war denn auch ein zentraler Beratungspunkt der anschließenden Sitzung im Rathaus.

Mittwoch, 14.11.2012, 18:11 Uhr

Raumprobleme der Regenbogenschule : Gesucht: Gesamtkonzept für Büren
Drangvolle Enge herrscht im Küchen- und Essbereich der Offenen Ganztagsschule im Nebengebäude der Regenbogenschule Büren. Das bekamen die Ausschussmitglieder beim Ortstermin buchstäblich am eigenen Leib zu spüren. Foto: Angelika Hitzke

Schulleiterin Ilona Ballmann , OGS-Leiterin Karin Feist und Schulpflegschaftsvorsitzender Björn Drossel erläuterten, warum die seit zehn Jahren diskutierte und jetzt von ihnen als vorrangig eingestufte bauliche Erweiterung um eine Aula „zumindest eine Teillösung“ für die dringlichsten Probleme brächte. Dass die rund 90 OGS-Kinder bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit nicht trockenen Fußes und vor allem unbeaufsichtigt nicht sicher zu den Toiletten zwischen Hauptgebäude und Turnhalle kommen, ist nämlich nur eines davon.

Weitere Baustellen sind Küche und Essplätze im OGS-Nebengebäude, wo die Raumverhältnisse so beengt sind, dass sich die Kinder, obwohl sie schon in drei Schichten essen, in unmittelbarer Nähe der Essensausgabe und auf dem Flur drängeln müssen. Dort kommen dann die essenden und nach Essen anstehenden Kinder denen in die Quere, die auf die zwei einzigen dortigen Toiletten müssen oder sich an den nur zwei Waschbecken die Hände waschen wollen.

Die Mitnutzung des Musikraums könnte zwar Entlastung bringen, doch müsste der dann ins Obergeschoss wandern, zumal er nicht nur für den Musikunterricht der Schule, sondern an mehreren Nachmittagen in der Woche auch von der Musikschule Forum Musaik und für die Aufbewahrung von Instrumenten genutzt wird.

Der Raum im Obergeschoss aber, der dafür infrage käme, ist nicht nur Spielraum der Ganztagsbetreuung, sondern an zwei Nachmittagen in der Woche auch Jugendtreff für im Schnitt 13-jährige Teenager, wie Jugendpfleger Mirko Harmel berichtete. Darunter sei eine Reihe verhaltensauffälliger Jugendlicher, sodass es oft zu Kollisionen zwischen Treffbesuchern und Grundschulkindern komme.

Eine Schließung des Verbindungsgangs zwischen OGS und Hauptgebäude und der Bau der Aula zwischen Hauptgebäude und Turnhalle würde den OGS-Kindern ermöglichen, durch den Seiteneingang des Hauptgebäudes und die Aula auch die größere Haupttoilettenanlage mitzubenutzen, ohne die Hausschuhe ausziehen zu müssen und ohne nass oder womöglich von Schulfremden behelligt zu werden. Zudem trüge so ein Forum zur Entlastung der Raumsituation bei und ermögliche eine vielfältige Nutzung für Bewegung bei schlechtem Wetter, AGs, Versammlungen und Veranstaltungen. „Wir wissen, dass die Schülerzahlen sinken, die im Ganztag aber werden eher noch steigen“, unterstrich die Schulleiterin.

„Dass es nötig ist, sehen wir schon“, fasste Thomas Giebel ( SPD ) zusammen, was auch Georg Holtgrewe für die CDU, Friedhelm Pösse für die FDP und Friedel Glüder für die Grünen in der Sitzung deutlich machten. Statt nur die Realisierung einer Aula zu prüfen und die Kosten dafür zu ermitteln, müsse jedoch ein angesichts der Haushaltslage schrittweise umzusetzendes Gesamtkonzept zur Verbesserung der Raumsituation her. Einstimmig beschlossen wurde, die Verwaltung mit der Erarbeitung eines solchen zu beauftragen.

Ebenso einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, den von der Grundschule Alt-Lotte beantragten Einbau mobiler Trennwände im Foyer im Zuge der Haushaltsberatungen zu entscheiden. Wo man indes die Prioritäten sieht, machte Holtgrewe klar: „Bürens Antrag ist wesentlich berechtigter, da können wir nicht Luxusverhältnisse in Alt-Lotte schaffen.“

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