Eltern stellen Aussagekraft der GHS-Anmeldungen infrage
Unruhe droht auch den Lotter Grundschulen

Lotte/Westerkappeln -

Der Rückgang der Schülerzahlen zwingt die Gemeinde Lotte mit Blick auf ihre Grundschulen in Büren und Wersen zu grundsätzlichen Überlegungen. Unterdessen sind Stimmen – auch von Eltern – laut geworden, die die Aussagekraft der Anmeldezahlen insbesondere für die Gemeinschaftshauptschule (GHS) infrage stellen.

Freitag, 22.02.2013, 16:02 Uhr

 
  Foto: AP

Der Rückgang der Schülerzahlen zwingt nicht nur den Schulträger der Gemeinschaftshauptschule Lotte und der Realschule Westerkappeln zu grundsätzlichen Überlegungen, sondern auch die Gemeinde Lotte mit Blick auf ihre Grundschulen in Büren und Wersen. Um mit der drohenden Reduzierung der Klassenzahl an einer von beiden umgehen zu können, fordert die CDU-Fraktion von der Verwaltung eine Orientierungsvorlage.

Schulrat Andreas Frede hatte im Schulausschuss Ende Januar darauf hingewiesen, dass nach der neuen Rechtslage spätestens für das Schuljahr 2016/17 zu entscheiden sei, an welcher der beiden Schulen der Schnitt erfolgen solle. Die Kinder aus Halen könnten hier den Ausschlag geben. Die Grundschule Alt-Lotte soll nach den Berechnungen stabil bleiben.

In einem Schreiben an Bürgermeister Rainer Lammers regt die CDU nun an, die „bereits absehbaren Entscheidungen gut vorzubereiten und den Eltern die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen“. Bei der erforderlichen Abwägung zwischen Wersen und Büren sei in besonderer Weise auf den Elternwillen Rücksicht zu nehmen

Außerdem erscheint es den Christdemokraten wichtig, Lösungen zu finden, die eine Beschulung von Geschwisterkindern in derselben Schule ermöglichen, was aber eine gewisse Kontinuität in der Lotter Schullandschaft voraussetze. Die CDU beantragt deshalb für die nächste Sitzung des Schulausschusses am 16. April die Vorlage eines Orientierungspapiers, in dem die Verwaltung die Entscheidungsgrundlagen zusammenfasst.

Unterdessen sind in Lotte Stimmen – auch von Eltern – laut geworden, die die Aussagekraft der Anmeldezahlen insbesondere für die Gemeinschaftshauptschule (GHS) infrage stellen. Viele Eltern hätten ihre Kinder zunächst an der Gesamtschule Ibbenbüren angemeldet, die aber lediglich ein Zehntel der Bewerber aufgenommen habe. Die abgelehnten Kinder aus Lotte und Westerkappeln seien dann an den beiden weiterführenden Schulen vor Ort angemeldet worden.

Insofern, so die Argumentation der Warner, seien GHS und Realschule häufig nur zweite Wahl. So wie das Angebot an Gesamtschulplätzen erweitert werde, dürften die Anmeldezahlen hier zurückgehen. Das lasse die Zuversicht im Schulzweckverband Lotte-Westerkappeln in Hinblick auf die Zukunftssicherheit seiner beiden Schulen unberechtigt erscheinen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1530044?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F177%2F1783370%2F1783533%2F
Nachrichten-Ticker