Lustige Kampfsporttruppe
Wilde 13 feiert 25-Jähriges

Alt-Lotte -

Am Wochenende gab es im Lotter TuS-Heim viel zu lachen, denn die Kampfsportgruppe (KSG) 13 feierte ihr 25-jähriges Bestehen. Angesichts der zahlreichen Grilltermine der Männergruppe rund um Silvester hätte diese wilde 13 ihr Jubiläum wahrscheinlich sportlich verschwitzt – wenn es in ihren Reihen nicht den Kommunalpolitiker und Hobbyhistoriker Heinz Budke gäbe.

Dienstag, 29.01.2013, 07:01 Uhr

Lustige Kampfsporttruppe : Wilde 13 feiert 25-Jähriges
Auf die Männergesundheit  kreuzen Heyko Hollander und Bierwart Bernhard Nikolay (Bildmitte) stilecht Bratwurst und Bierflasche. Zum Jubiläum sprachen auch TuS-Chef Bruno Diesel (vorne links) und Vorgänger Jürgen Klähn (mit weißem KSG-Trikot). Der langjährige „Trähner“ Frank Volz gesellte sich zum aktuellen „K-autsch“ Heinz Klingbeil (hinter Diesel). Vorne rechts freut sich Initiator Heinz Budke über die zünftige Feier. Foto: Thomas Niemeyer

Diese Truppe hört man schon von Weitem, vor allem wegen der Lache ihres Bierwartes Bernhard Nikolay . Am Wochenende gab es im Lotter TuS-Heim viel zu lachen, denn die Kampfsportgruppe (KSG) 13 feierte ihr 25-jähriges Bestehen.

Angesichts der zahlreichen Grilltermine der Männergruppe rund um Silvester hätte diese wilde 13 ihr Jubiläum wahrscheinlich sportlich verschwitzt – wenn es in ihren Reihen nicht den Kommunalpolitiker und Hobbyhistoriker Heinz Budke gäbe. Der sammelt nicht nur die KSG-Trikots in Rot, Weiß und Blau, sondern auch sonst reichlich Material über den TuS und seine Sparten.

Irgendwo zwischen vergilbten Zeitungsseiten und verblichenen Namenslisten stieß er auf das Gründungsdatum: 26. Januar 1988. Aber wer genau die Gründer waren, wie sie damals ihre Gruppe nannten, wer die leitete – das alles scheint mangels Protokollierung in den Tiefen des Vergessens verschollen zu sein.

Im Grunde durchaus typisch für die Kampfsportler, da sie schon immer im Hier und Jetzt agierten. Und dass sie vielleicht ursprünglich einmal unter „Männergymnastik“ firmierten, die sie später zur „Herrenfitness“ aufpeppten, davon wollen die gestandenen Mannsbilder auch gar nichts wissen.

Den Hintergrund erläuterte einst Frank Volz, der langjährige Übungsleiter, der zum Jubiläum extra aus dem fernen Laer angereist war: „Welcher echte Kerl will schon bei der Männergymnastik mitmachen? Da haben wir uns irgendwann in Kampfsportgruppe 13, weil meistens 13 mitmachen, umbenannt und weiter Gymnastik gemacht. Manche nennen das Programm immer noch „Krank mit Frank“, und alle rufen ihn ,Trähner‘“.

Sein Nachfolger seit Ende 2009, Heinz Klingbeil aus Westerkappeln, erhielt gleich zu Beginn seiner ausgefeilten Trainingseinheiten den Beinamen „K-autsch“. Doch im Herzen der KSG 13 steht ein anderer Funktionsträger: der Bierwart. Nicht so sehr, weil Bernhard Nikolay so laut lacht, sondern weil das Bier nach dem Sport in der Umkleide zum zentralen Ritual der Männer wurde.

Das besonders gesellige Naturell der KSG 13 stellte auch TuS-Vorsitzender Bruno Diesel in seinem Grußwort heraus. „Ihr stecht mit euren Aktivitäten und eurem Engagement etwa bei den Pflanzaktionen im Ort aus der TuS-Familie hervor“, lobte er. Dem schloss sich sein Vorgänger Jürgen Klähn an: „Ich habe 20 Jahre lang viel Freude an euch gehabt. Ihr seid ein Standbein des TuS, auch medial bedeutsam.“

Kampfsportler sei man auf Lebenszeit, sagte Klähn. Das belegte die Präsenz der ehemaligen Aktiven Manfred Kammler, Günther Bonenkamp, Guido Dincher, Toni Holtmann, Raimund Lucas, Josef Jansen, Jürgen Spreen, Wolfgang Cramer und Günter Margraf, der extra aus Barsinghausen angereist war. Radtouren, Weihnachtskegeln, Segeltörns und diverse Grilltermine bilden das Beiprogramm. Kein Wunder also, dass Lothar Schröer als Grillmaster beim Jubiläum in den Mittelpunkt rückte.

Da die Kampfsportler aber jederzeit Neuem aufgeschlossen sind, verabredeten sie bei der Party spontan, gemeinsam das gestrige Spitzenspiel der Sportfreunde gegen Fortuna Köln zu besuchen. Zum einen fand es exakt zu ihrer montäglichen Trainingszeit statt und versperrte ihre Parkplätze; zum anderen bewiesen sie so lokalpatriotische Verbundenheit. Prost!

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1465330?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F177%2F1783370%2F1783533%2F
Nachrichten-Ticker