Storch ist neuer Nachbar
Klappern gehört zum Hausbau

Alt-Lotte -

Annette und Hubert Menke aus Alt-Lotte bekommen neue Nachbarn. Derzeit wird am Eigenheim aber noch fleißig gewerkelt und dabei ordentlich geklappert.

Donnerstag, 25.04.2013, 15:04 Uhr

Adebar richtet sich in seinem neuen Heim ein und wartet auf seine Partnerin.
Adebar richtet sich in seinem neuen Heim ein und wartet auf seine Partnerin. Foto: Renate Lammers

Annette und Hubert Menke aus Alt-Lotte bekommen neue Nachbarn. Derzeit wird am Eigenheim aber noch fleißig gewerkelt. Doch bald schon soll aus dem Singlehaushalt ein Familienidyll entstehen. Ein Storchenmännchen hat sich auf einem Baum am Klärwerk ein Nest gebaut. Sein Horst ist noch klein, aber unermüdlich trägt der Storch Äste, die bei Baumfällarbeiten am Bahndamm liegen geblieben sind, zusammen.

Durch lautes Klappern ist Annette Menke auf den Storch aufmerksam geworden. Das Grundstück des Lotter Ehepaars liegt direkt neben dem Bahndamm und der Kläranlage. Deshalb beobachten sie nun gespannt, wie es da hoch oben im Baum weitergeht. „Heute Morgen kam er mit einem dicken Paket Moos im Schnabel angeflogen“, freute sich die Storchenfreundin. Das bedeutet wohl, dass der Innenausbau begonnen hat.

Der Weißstorch – auch Adebar genannt, was Glücksbringer bedeutet – ist aus seinem Winterquartier im tropischen Afrika zurück. Sein Lebensraum sind feuchte Wiesen mit Teichen, Weihern und Baumgruppen. Das Männchen wählt den Standort danach aus, ob es im näheren Umkreis ausreichend Nahrung wie Regenwürmer, Insekten, Frösche, Mäuse und Fische findet.

Storchenpaare bleiben über Jahrzehnte sich und ihrem Horst, der 1,5 Meter groß werden kann, treu. Deshalb handelt es sich wohl um einen verwitweten Vogel oder ein Jungtier, das sich in Lotte niedergelassen hat. Mit dem Klappern verständigt sich der Storch. Er begrüßt seinen Partner oder verteidigt dadurch Nestkonkurrenten.

Die Paarung der Störche beginnt im April. Wünschen wir dem Häuslebauer, dass sein Klappern bald von einer Partnerin erhört wird. Dann könnten schon bald Jungtiere den Horst bereichern. Mit einer Flügelspannweite von zwei Metern schaffen es die Langstreckenzugvögel mühelos, die bis zu 10 000 Kilometer ab Ende August wieder ins Winterquartier zu fliegen.

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