Verein „Wir für Osterberg“ feiert Richtfest am Klausberg
Stahlsegel öffnet sich zur Klosteranlage

Lotte -

Fast fertig gestaltet ist nun der sanierte Platz am Klausberg in Osterberg. Am Samstag war Richtfest für den Wanderunterstand. Eingeladen hatte der Verein „Wir für Osterberg“, dessen Mitglieder sich tatkräftig einbrachten - auch bei Ausschreibung, Sponsorensuche und Errichten des Unterstandes aus Cortenstahl.

Sonntag, 21.07.2013, 15:07 Uhr

„Osterberger können feiern und arbeiten“, anerkannte Bürgermeister Rainer Lammers. „Dank an die fleißigen Helfer, die mitgewirkt haben. Das ist nicht überall in Lotte möglich. Der Unterstand ist ein echtes Highlight für Osterberg “, lobte Lammers.

Der Osterberger Architekt Björn Fortmeyer , der die Planungen ehrenamtlich ausarbeitete, konzipierte ein Unikat mit optischer Dynamik. Die akkurat geschichtete Sandstein-Gabione, die optisch die ursprüngliche Sandsteinmauer nachempfindet, fällt nach links ab.

Indes zeigt ein Teil des Segels, das den Unterstand überdacht, nach oben. Das tonnenschwere stählerne Objekt besticht mit Leichtigkeit und Transparenz.

„Das fliegende Stahlsegel öffnet den Blick auf die ehemalige Klosteranlage , getragen von tordierenden, also verdrehten, Stützen. Meine Idee war, dass der gesamte Stahlflügel leicht über den Platz schwebt und ihn schützt“, erklärte Fortmeyer, der beim Aufbau am Mittwoch sichtlich bewegt war, dass das Ergebnis exakt seinen Überlegungen entsprach.

Drei Tage später herrschte auf dem Platz bei Sommerwetter gemütliche Richtfest-Atmosphäre. „Das Wichtigste ist nun getan“, verkündete der Vereinsvorsitzende Siegfried Schirmbeck. Er dankte der Unterstützerschar, Verwaltung, Lotter Bauhof - und dem stellvertretenden Vorsitzenden Friedhelm Lange : „Er hatte die Idee, den Schandfleck in Osterberg zu beseitigen.“ Schirmbecks besonderer Dank galt Björn Fortmeyer, der auch die Stelen am Ortseingang konzipierte.

Diejenigen, die tatkräftig mitgearbeitet hatten, vergaß Schirmbeck ebenso wenig wie die Nachbarn, die trotz straßenbaubedingter Beeinträchtigungen die Ehrenamtlichen mit Speis und Trank versorgten. Die Verzögerung beim Aufbau des Wanderunterstandes hat ihren Grund: Zwei Ausschreibungen wurden aufgehoben, weil die Angebote wirtschaftlich nicht akzeptabel waren.

Friedhelm Lange, der mit seinem Engagement im Ortsmarketing, speziell bei den Kreiselgestaltungen, unverzichtbares Know-how erlangt hat, begab sich auf die Suche nach einem Metallbauer - und fand in Recke Udo Kortemeier.

Aus Cortenstahl ist die Stele an der Münsterstraße.

Aus Cortenstahl ist die Stele an der Münsterstraße. Foto: Ursula Holtgrewe

„Er zeigte großes Interesse an dem Projekt und meinte, für ihn als Jungunternehmer und sein Team sei es etwas Besonderes“, berichtete Lange. Das Angebot des Reckers habe weit unter denen vorheriger Anbieter gelegen, aber dennoch höher als die 13 000 Euro, für die die Landesbehörde Zuschüsse bewilligt habe. „Wir wollten eigene Mittel bereitstellen und nicht die Gemeinde in die Pflicht nehmen“, betonte Lange. Er fand sieben Sponsoren und die fehlenden 8100 Euro. Ehrenamtliche Einsätze mit Material, Bagger und Muskelkraft waren weitere Garanten des Erfolgs. Beim Aufbau bewies sich erneut Carsten Meyer als Virtuose im Baggerschaufellenken: Millimetergenau hob er die Dachkonstruktion auf die Stützen, sodass die Bolzen verschraubt werden konnten.

Das Kloster

In der Bauerschaft Osterberg entstand im Jahre 1410 ein Kreuzherrenkloster, das über 200 Jahre lang eine wichtige Rolle im Leben der Gemeinde spielte. Von den alten Klosterbauten (Bodendenkmal) ist heute kaum noch etwas zu erkennen. Der Nachwelt erhalten geblieben ist lediglich ein Kapitell aus der Osterberger Klosterkirche, das im Osterberger Schützenhaus aufbewahrt wird. Das Baudenkmal Hofanlage Im Kloster 6, erbaut auf der Ruine des ehemaligen Männerklosters, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Quelle: Gemeinde

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Das und anderes mehr waren Themen beim gemütlichen Grillimbiss auf der Aussichtsplattform vor dem Schützenhaus. „Wir für Osterberg“ hatte eingeladen. Bauleiter und Schatzmeister Dieter Paesler bewies sich auch beim Grillen als Fachmann und die Osterberger Frauen als überaus handwerklich begabt beim Brotbacken sowie beim Kreieren von Salaten und Dips.

Überaus zufrieden mit dem Erreichten sind die Aktiven für den Verein „Wir für Osterberg“ beim Richtfest für den Wanderunterstand.

Überaus zufrieden mit dem Erreichten sind die Aktiven für den Verein „Wir für Osterberg“ beim Richtfest für den Wanderunterstand. Foto: Ursula Holtgrewe

Bis zur offiziellen Einweihung am 8. September, 11 Uhr, sind noch Bänke, Sitzsteine und Fahrradständer zu ergänzen. Auch dann sind alle interessierten Lotter Bürger eingeladen.

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