VHS kritisiert Bundesamt
Warten auf Integrationskurse

Lengerich/Westerkappeln/Lotte -

Flüchtlinge, die lange darauf warten müssen, dass sie mit ihren Integrationskursen starten können. Das ist nach Angaben des Landesverbands der Volkshochschulen keine Seltenheit in NRW. Schuld sei das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, heißt es. Betroffen ist nach Angaben der Verantwortlichen auch die VHS Lengerich.

Montag, 13.06.2016, 15:06 Uhr

Der Beginn von Integrationskursen dauert für Flüchtlinge zu lange, kritisiert die Volkshochschule.
Der Beginn von Integrationskursen dauert für Flüchtlinge zu lange, kritisiert die Volkshochschule. Foto: epd

Aufgrund gehäufter Nachfragen von ehrenamtlichen Helfern, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, nimmt die Volkshochschule Lengerich aktuell Stellung zum Thema Integrationskurse . Laut Pressemitteilung der Bildungseinrichtung gibt es eine „monatelange Warteschleife“.

Tausende Flüchtlinge warten demnach in Nordrhein-Westfalen auf die Zulassung des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) zur Teilnahme an einem Integrationskursus, so der Landesverband der Volkshochschulen . Wie eine Stichprobe ergeben habe, warten bei 57 Volkshochschulen über 2200 Flüchtlinge oft schon seit über zwei Monaten auf die Zulassung. Betroffen ist nach Angaben der Verantwortlichen vor Ort auch der VHS-Zweckverband Lengerich, dem auch die Gemeinden Westerkappeln und Lotte angeschlossen sind.

Das BAMF habe eine bevorzugte Zulassung ohne lange Wartezeiten für die Teilnehmenden zugesichert. Die Volkshochschulen als bundesweit größter Träger für Integrationskurse des BAMF hätten daraufhin die Voraussetzungen für den schnellen Start der Kurse geschaffen. Jetzt müssten die Räume und das Personal in der Volkshochschule freigehalten werden, ohne dass transparent sei, bis wann das BAMF die Zulassungen vergibt. Die Volkshochschule Lengerich konnte eigenen Angaben zufolge trotz wiederholter Anfrage keine Antwort zur Terminfrist der Antragsrücksendungen bekommen. Das BAMF sei aufgefordert worden, das Zulassungsverfahren massiv zu beschleunigen und die Träger über den Bearbeitungsstatus zu informieren.

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