Vorbereitungen fürs Schottern
Radwegebauer erreichen Mühlengrund

Lotte -

Sämtliche Mitglieder der Radwegeinitiative Halen-Wersen-Büren waren informiert, aber nur wenige fanden vormittags Zeit, den Radwegebau weiterzuführen. Es galt den Abschnitt an der Achmerstraße zwischen Dingbreede und Mühlengrund fürs Schottern vorzubereiten.

Donnerstag, 16.06.2016, 16:06 Uhr

„Die Schilder müssen erst mal weg“:  Das ist die Meinung von Wilhelm Melcher (von links), Uli Schwabe, Hartmut Meyer, Alex und Wolfgang Hopp am Mühlengrund.
„Die Schilder müssen erst mal weg“:  Das ist die Meinung von Wilhelm Melcher (von links), Uli Schwabe, Hartmut Meyer, Alex und Wolfgang Hopp am Mühlengrund. Foto: Ursula Holtgrewe

Der Vorsitzende Uli Schwabe hatte einmal mehr einen Bagger der Firma Huntmann bestellen können. Dessen souveräner Fahrer, von allen Alex genannt, machte sich sogleich daran, die Radeltrassenfläche auszukoffern. Wo erforderlich, zog die Baggerschaufel Stubben der im Frühjahr gefällten Bäumen heraus, als wären sie federleicht.

Schwabe und Hartmut Meyer transportierten mit Traktorengespannen Stubben und Erdreich ab. Groben Dreck, der auf der Achmer-straße landete, schaufelten Wolfgang Hopp und Wilhelm Melcher zurück in den Graben. Melcher hatte es überdies übernommen, die Verkehrsteilnehmer vorbeizuwinken. Gut sichtbar standen Barken und Tempolimit-Schilder an der Straße, auf der eigentlich nur 50 km/h gefahren werden sollte. Aber längst nicht alle Fahrer hielten sich daran. „Häufig sind es Frauen am Steuer, die es sehr eilig haben“, sagte Wilhelm Melcher.

Er war es seinerzeit auch, der in einem Leserbrief die Unterstützung der Radwegebauer verweigert, solange die Radeltrassen von Radlern nicht auch wirklich genutzt werden müssen. Schließlich war ein Grund der Vereinsgründung vor mehreren Jahren, dass ein Stück Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer geschaffen werden sollte. Jüngst war Melcher beteiligt, als sich eine Kommission traf, die sich dieses Themas in der Gemeinde Lotte annahm.

„Fazit ist, dass die Gebotsschilder für kombinierte Fuß- und Radwege an der Landstraße stehen bleiben, aber generell an den Kreisstraßen entfernt werden. Das ,Radfahrer frei‘-Schild kommt nicht infrage, weil die Radler auf dem Weg dann nur Schritttempo fahren dürften“, berichtete Melcher.

„Aber das Auftragen von Piktogrammen ist machbar. Da wird etwas passieren. Wir als Radwegeverein haben uns bereit erklärt, aktiv zu werden, wenn wir das Material zur Verfügung gestellt bekommen“, beschrieb er die Offerte an den Lotter Servicebetrieb. Das scheint auch dringend erforderlich zu sein, damit alle Verkehrsteilnehmer sich orientieren können und vor allem Radfahrer wissen, dass sie auf einem eigentlich als Fußweg erkennbaren Weg auch mit dem Rad unterwegs sein dürfen.

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