Breitbandausbau in Westerkappeln und Lotte
Deutsche Glasfaser gibt nicht auf

Westerkappeln/Lotte -

Die Deutsche Glasfaser (DG) GmbH kehrt Westerkappeln und Lotte nun doch nicht den Rücken. Obwohl bei der sogenannten Nachfragebündelung in beiden Gemeinden die geforderte Anschlussquote von 40 Prozent weit verfehlt worden ist, will das Unternehmen das Breitbandnetz ausbauen, allerdings in Teilgebieten und nur dann, wenn dort jeweils 40 Prozent der in Frage kommenden Haushalte einen Vertrag unterschreiben.

Dienstag, 13.09.2016, 15:09 Uhr

Anschluss doch noch möglich: Mirko Tanjsek, Projektleiter der Deutschen Glasfaser, erläutert das neue Konzept. Dabei teilt das Unternehmen die Gemeinden Westerkappeln und Lotte in Teilgebiete auf.
Anschluss doch noch möglich: Mirko Tanjsek, Projektleiter der Deutschen Glasfaser, erläutert das neue Konzept. Dabei teilt das Unternehmen die Gemeinden Westerkappeln und Lotte in Teilgebiete auf. Foto: Rupert Joemann

Dass die von der DG geforderte gesetzte 40-Prozent-Quote trotz Fristverlängerung bei der Nachfragebündelung nicht erreicht worden sei, „bedauern wir sehr“, sagt Mirko Tanjsek , Projektleiter in der der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser . Besonders gering sei das Interesse in Velpe gewesen. „Der Ortsteil ist definitiv raus“, erklärt Tanjsek.

Etwas anders sehe es am Hollenbergs Hügel aus. Hier fehlten nur noch knapp 20 Verträge. Die DG werde den Ortsteil anschließen, sobald in Westerkappeln ein Ausbau erfolge. Um diesen doch noch zu realisieren, wird die Ortslage in fünf Bezirke unterteilt. Sobald in einem der Gebiete eine Anschlussquote von 40 Prozent erreicht ist, sollen die Glasfaserleitungen dort verlegt werden, teilt die DG mit. Folgende Bezirke gibt es in Westerkappeln (in Klammern die Zahl der noch fehlenden Verträge):

►Zentrum (65)

►Nord-West (72)

►Süd-West (39)

►Süd-Ost (67)

►Nord-Ost (106)

 Einen kostenlosen Glasfaseranschluss und vergünstigte Tarife gebe es nur für diejenigen, die jeweils zu den ersten 40 Prozent gehören, betont Tanjsek. „Danach entfallen die Konditionen der Nachfragebündelung.“ Diese Regelung gelte auch für die Gemeinde Lotte, wo die DG den Ausbau jetzt ebenfalls gebietsweise in Angriff nehmen will.

 Eine neuerliche Frist setzen will die DG nicht. Aber: „Wenn wir über Wochen keinerlei Auftragseingänge feststellen, wird ein Gebiet als ,nicht geschafft´deklariert. Wann das der Fall wäre, kann ich nicht sagen“, so der Projektleiter. Auf jeden Fall lohne sich ein schneller Vertragsabschluss, um noch in den Genuss der Sonderkonditionen zu kommen.

 In der Gemeinde will sich die Deutsche Glasfaser zunächst auf Wersen und Halen konzentrieren. In beiden Ortsteilen fehlten insgesamt 112 Verträge. Dieses deutliche Interesse seitens der Einwohner wolle sein Unternehmen nicht ignorieren, versichert Tanjsek. Daher sei in Abstimmung mit der Gemeinde entschieden worden, beide Teilbereiche auszubauen, sofern die noch fehlenden Verträge eingereicht würden.

 In Büren sei die Nachfrage besonders gering gewesen. Eine kleine Chance auf den Anschluss ans Glasfasernetz haben die Haushalte dort jedoch noch: Wenn in Halen und Wersen ausgebaut wird, werde unter Umständen auch der Ortsteil noch berücksichtigt. „Eine nochmalige Verlängerung der Nachfragebündelung wird es aber nicht geben. Damit würden wir uns unglaubwürdig machen“, betont Tanjsek. „Wir haben viel Zeit, Geld und

Energie in das Projekt investiert. Aber letzten Endes entscheidet jeder Bürger für sich.“, so Tanjsek weiter.

 Alt-Lotte lässt die DG zwar nicht links liegen, arbeite dort jedoch „im Moment nur still und leise“ weiter, erläutert der Projektleiter. „Wenn wir Wersen und Halen knacken, pieksen wir Alt-Lotte sicher noch einmal an.“

 Um möglichst viele Kunden zu erreichen, gehen Mitarbeiter der Deutschen Glasfaser nochmals von Haus zu Haus, „auch um die vielen Fehlinformationen, die sich erzählt werden, aus dem Weg zu räumen“, kündigt Tanjsek an.

 Dies gelte insbesondere für Westerkappeln. „Die Gemeinde stand auf der Kippe.“ Nachdem es durch den Wechsel eines Vertriebspartners mehr Bewegung gegeben habe, werde die DG nun auch hier versuchen, ihre Ziele zu erreichen.

 Der Servicepunkt in Westerkappeln in der Vidumstraße 2 bleibe daher bis zum

Erreichen der 40-Prozent-Marke geöffnet, teilt das Unternehmen mit. Verträge könnten auch bei den Vertriebspartnern Stille Computer in Westerkappeln und „Bits und Bytes“ in Büren eingereicht werden.  

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