In Lotte soll es im kommenden Jahr acht Familienzentren geben
Umfassende Unterstützung

Lotte -

Noch mehr wohnortnahe Beratung und Begleitung für Familien soll es voraussichtlich ab dem kommenden Sommer in Lotte geben. So haben die drei Kinderland-Kitas beschlossen, sich im Verbund bis Ende Juli 2017 als Familienzentrum zu qualifizieren. Dann gäbe es derer acht in der Gemeinde.

Mittwoch, 14.09.2016, 14:09 Uhr

Die Kinderland-Einrichtungen  in Lotte begeben sich auf den Weg zum Familienzentrum mit Unterstützung von Sabine Barelmann (von links), André Scheipers, Ulrike Michel, Bernhard Jäschke, Sabrina Ostkamp, Claudia Stegemann und Nicole Denk.
Die Kinderland-Einrichtungen  in Lotte begeben sich auf den Weg zum Familienzentrum mit Unterstützung von Sabine Barelmann (von links), André Scheipers, Ulrike Michel, Bernhard Jäschke, Sabrina Ostkamp, Claudia Stegemann und Nicole Denk. Foto: Ulrich Echseler

Noch mehr wohnortnahe Beratung und Begleitung für Familien soll es voraussichtlich ab dem kommenden Sommer in Lotte geben. So haben die drei Kinderland-Kitas beschlossen, sich im Verbund bis Ende Juli 2017 als Familienzentrum zu qualifizieren.

Die drei Einrichtungen an den Standorten Büren , Alt-Lotte und Wersen wollen diesen Schritt wagen. „Wir sehen einfach, dass Familienzentren gebraucht werden und sich die Familien Unterstützung wünschen“, sagt Kinderland-Verbundleiterin Nicole Denk .

Familienzentren sind Einrichtungen, die Kinder und Familien in ihrer Entwicklung und der Bewältigung von Alltagsfragen unterstützen, begleiten und fördern. „Da findet eine Menge bereits jetzt statt“, sagt Verbundleiterin Nicole Denk. Zum Beispiel generationenübergreifende Arbeit mit Besuchen im Seniorenzentrum Zwei Eichen, Arbeit mit und Beratung von Flüchtlingsfamilien oder konkrete Erziehungstipps für Eltern.

Als weiterentwickelte Kindertageseinrichtungen zielen Familienzentren somit darauf ab, neben der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder vor allem auch die bestehenden Angebote der Familienunterstützung zusammenzuführen.

Insbesondere für Familien mit besonderem Hilfebedarf bieten die Familienzentren mit ihren niederschwelligen Angeboten einen leichteren Zugang zur Unterstützung. Das Umfeld und die Ansprechpartner seien bekannt, Hemmschwellen für Eltern leichter zu überschreiten.

Eine frühe und individuelle Hilfe sowie Unterstützung könnten schneller und unkomplizierter erfolgen, betonte André Scheipers vom Steinfurter Jugendamt. In dem Jugendamtsbezirk gebe es zu Beginn des Kindergartenjahres 2016/17 insgesamt 69 Tageseinrichtungen, die bereits zertifizierte Familienzentren sind – 23 Einzelfamilienzentren und 46 Verbünde.

Bislang gab es in Lotte das „Familienzentrum unterm Regenbogen“ im Verbund mit dem evangelischen Noah-Kindergarten Lotte, dem kommunalen Regenbogen-Kindergarten in Büren und dem evangelischen Kindergarten Wersen sowie das Familienzentrum der AWO-Kita Halen und der AWO-Kita Lotte in Kooperation mit der Kinderland-Kita Büren.

Letztgenannte Zusammenarbeit musste nun aufgekündigt werden, damit sich die Kinderland-Kitas im Verbund als Familienzentren qualifizieren können. Die AWO-Kita in Alt-Lotte soll aber als eigenständiges Familienzentrum erhalten bleiben. In einem Jahr sollen dann alle acht Lotter Kitas und Kindergärten auch Familienzentrum sein und somit eine lückenlose Begleitung von Familien vor Ort ermöglichen.

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