Regenbogen-Kita
Umbau und Sanierung beschlossen

Lotte-Büren -

Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung hat der Bau- und Planungsausschuss die Ausführungsplanung für den Umbau und die Sanierung des Regenbogenkindergartens in Büren beschlossen.

Freitag, 16.09.2016, 17:09 Uhr

Der Regenbogenkindergarten in Büren soll von vier auf drei Gruppen verkleinert und zugleich saniert werden.
Der Regenbogenkindergarten in Büren soll von vier auf drei Gruppen verkleinert und zugleich saniert werden. Foto: Angelika Hitzke

Zuvor stellten Christian Heinl (Architekturbüro Bernhard Krause), Florian Prochaska (Büro Pro Energie) und Sven Jacobi (Elektro-Planungsbüro Jacobi und Richter) die nicht wesentlichen Änderungen gegenüber der vom Bau- und Planungsausschuss und dem Ausschuss für Schulen, Sport, Soziales und Kultur (ASSK) im Juni gemeinsam beschlossenen Entwurfsplanung sowie eine detailliertere Kostenschätzung und Terminplanung vor.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 541 000 Euro, von denen 200 000 Euro bereits im laufenden Haushalt 2016 enthalten sind, aber 100 000 Euro erst im kommenden Jahr verbraucht werden. Im Haushalt 2017 müssen daher laut Beschlussvorlage noch 350 000 Euro bereitgestellt werden. Ausgangspunkt ist neben der notwendigen energetischen und brandschutztechnischen Sanierung die Verkleinerung von vier auf drei Kindergartengruppen und die Anpassung an den geänderten Raumbedarf.

Wie Heinl erläuterte, werden die Fenster nicht nur komplett erneuert, sondern auch die Teilung geändert, sodass es mehr zu öffnende Elemente geben wird. Tiefe statt der bisherigen hohen Fenster sollen für mehr Licht sorgen. Auch die Türen werden ausgetauscht und als nach außen zu öffnende Fluchttüren eingebaut. Der Kindergarten bekommt eine neue Küche mit Essraum, für deren Einbau dort die Fenster verkleinert werden. Die Möblierung der Küche sei mit der Kindergartenleitung abgesprochen. Es wird künftig einen zusätzlichen Differenzierungs- und einen Schlafraum geben; im Obergeschoss entstehen ein neuer, größerer Personalraum und ein zusätzliches Personal-WC. Küche und Eingang werden gefliest und in den meisten Räumen, Fluren und Gängen sowie der Mehrzweckhalle die Fußbodenbeläge erneuert.

Bereits in diesem Sommer fertiggestellt worden sei der neue Heizungsraum samt Heizkessel im Dachgeschoss (Spitzboden), wo durch den Umbau ein zusätzliches „Räumchen“ entstanden sei. Ausgetauscht wurden auch Heizungsleitungen und die alten Rippenheizkörper.

Der Ablaufplan, so Heinl weiter, sehe drei Bauabschnitte vor. Die Arbeiten beginnen im Februar 2017 und sollen bis September fertig sein. Einige Räume habe man im Plan außen vor gelassen, um flexibel zu sein.

Prochaska und Jacobi erklärten, dass sich gegenüber der Entwurfsplanung nicht viel geändert habe. Für das Personal-WC werde die Kindertoilette gegen ein großes WC ausgetauscht. Die Beleuchtung in den Gruppen wird angepasst; die Deckenleuchten über den Spielinseln werden weggenommen. Die Verteilung müsse umgesetzt, Sicherheitsbeleuchtung mit Ausweisung der Rettungswege, Blitzschutz und Rauchmelder „nahezu flächendeckend“ nachgerüstet werden.

„Wir finden das gut, dass Anregungen von uns eingearbeitet wurden“, sagte Thomas Schmitt (Grüne), bemängelte allerdings im selben Atemzug, dass nur eine Baukostenberechnung nach DIN 276, aber kein detaillierter Kostenvoranschlag vorliege: „Das ist der Grund, warum ich dagegen stimme.“ Von der Verwaltung wollte er wissen, ob denn alle Fördermöglichkeiten und Tilgungserlässe für diese Baumaßnahme geprüft worden seien. Kämmerer Jörg Risse verwies darauf, dass Tilgungsnachlässe Kreditaufnahmen voraussetzten, die aber bislang weder im Haushalt 2016, noch im Finanzplan 2017 dafür vorgesehen seien. Im Übrigen würden Zuschuss- und Fördermöglichkeiten „natürlich grundsätzlich“ geprüft.

Auf die Frage seines Fraktionskollegen Stefan Franke, ob es denn Veränderungen beim Fertigstellungstermin gegeben habe, antwortete Jörg Stork vom Bauamt, dass eine „Vier-Wochen-Frist für Unvorhergesehenes“ eingeplant worden sei. Ob die „Option, den Kindergarten vier Wochen später zu öffnen“, denn „sinnhaft“ sei, wollte Franke daraufhin wissen. Bauamtsleiterin Astrid Hockmann stellte klar: „Für die Firmen gelten nach wie vor die ursprünglich vorgegebenen Fristen, so, wie Sie sie kennen.“

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