Seniorenheim „Zwei Eichen“
Fröhliche Runde im Sulky

Lotte -

Einmal mehr ist Mini-Pony „Molly“ der Star bei Bewohnern im Lotter Seniorenheim „Zwei Eichen“ gewesen. Mitarbeiterin Petra Hose hatte es vor einen Sulky gespannt, und die Senioren ließen sich entspannt durch die Siedlung kutschieren.

Dienstag, 20.09.2016, 18:09 Uhr

Zur fröhlichen Runde durch die Siedlung hat Hanni Wessling im Sulky, gezogen von Molly und geführt von Petra Hose, Platz genommen.
Zur fröhlichen Runde durch die Siedlung hat Hanni Wessling im Sulky, gezogen von Molly und geführt von Petra Hose, Platz genommen. Foto: Ursula Holtgrewe

„Da bist du ja wieder“, sagte eine Bewohnerin und lächelte fröhlich. Sie erinnerte sich sofort wieder an die Mini-Shetty-Dame. Ja, sie wolle gern mitfahren, sagte sie. Petra Hose und Steffen Brockmeyer , Leiter des sozialen Dienstes im Seniorenheim , halfen ihr auf den Sitz des Gigs.

Gerade war Hanni Wessling strahlend wieder von der rund 700 Meter langen Strecke zurückgekehrt und ausgestiegen. Sie hatte zum ersten Mal eine Runde in der offenen Kutsche gedreht. Gemütlich ging es an Vorgärten und Häusern vorbei. „Es war prima“, sagt sie. „Das Pony ist so niedlich.“

So manch eine Runde dreht Petra Hose mit der elf Jahre alten „Molly“ an dem Vormittag. „Ich hatte immer schon ein Mini-Shetty und dann mal vorgeschlagen, es ins Seniorenheim mitzubringen“, blickt sie drei Jahre zurück. „Die Idee ist hier sehr offen aufgenommen worden. Dann haben wir es mal probiert, und die Bewohner haben positiv reagiert. Das Schöne ist, es kommt immer wieder gut an.“ Für die Passagiere sei es jedes Mal ein Erlebnis, denn viele kommen nicht mehr täglich hinaus und könnten keine weiten Strecken zurücklegen.

Ohne Frage, allein die Anwesenheit von „Molly“ öffnet die Herzen der Senioren. Das zeigen die lächelnden Gesichter und der Wunsch, das geduldige Mini-Pferd streicheln zu wollen. Es lässt sich durchs Fell fahren und auch an der weichen Schnauze streicheln. Vorsichtig nimmt es mit weichen Lippen die Leckerli von den Handflächen der alten Menschen.

Steffen Brockmeyer freut sich über die Aktion. „Es ist immer wieder schön zu beobachten, wenn Menschen plötzlich sehr aufmerksam werden, wenn sie ,Molly‘ sehen“, berichtet Brockmeyer. Viele seien in der Landwirtschaft groß geworden und hätten positive Erinnerungen. „Im Nachklang erinnern sie sich an Erlebnisse in der Zeit, als Pferde noch als Nutztiere gehalten wurden. Manche sagen dann: ,Unsere Pferde waren aber drei Nummern größer’“, sagt er schmunzelnd.

Auch im dritten Besuchsjahr von „Molly“ ist Petra Hose von Frühjahr bis zum Herbst mehrfach in „Zwei Eichen“ und weckt bei den Bewohnern Erinnerungen an längst vergangene Jahre. Das ist eine willkommene Abwechslung zum Hund der Pflegedienstleiterin Kathrin Heekenjann, der bei allen Bewohnern gern gesehen ist.

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