Vogelbörse in Lengerich
Viel zu tun bis zur Eröffnung

Tecklenburger Land -

Rund 150 Züchter mit 5000 Vögeln werden am Sonntag die Gempt-Halle bevölkern. Der Vogelzucht- und Liebhaberverein Tecklenburger Land lädt zur Vogelbörse ein.

Samstag, 08.10.2016, 05:10 Uhr

Zwei Mal im Jahr wird die Gempt-Halle zum Mekka der Vogelzüchter. Am Sonntag ist es wieder so weit. Die Veranstalter hoffen auf einen ähnlich guten Zuspruch wie im vergangenen Jahr (Bild).
Zwei Mal im Jahr wird die Gempt-Halle zum Mekka der Vogelzüchter. Am Sonntag ist es wieder so weit. Die Veranstalter hoffen auf einen ähnlich guten Zuspruch wie im vergangenen Jahr (Bild). Foto: Michael Baar

Der Vogelzucht- und Liebhaberverein Tecklenburger Land lädt am morgigen Sonntag (9. Oktober) von 8 bis 13 Uhr zur Vogelbörse in der Gempt-Halle ein. Es ist die mittlerweile zwölfte derartige Veranstaltung dort.

Bereits am Samstagmorgen fahren Lkw an der Halle vor, um alles für die Vogelbörse herzurichten. Tische werden aufgestellt, Vitrinen hergerichtet, zusätzliche Stromanschlüsse installiert, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung.

Vieles muss beachtet werden. Hinweisschilder für die Parkplätze werden aufgestellt. Die Vorschriften des Kreisveterinäramtes und der Unteren Naturschutzbehörde müssen eingehalten werden. Das Licht muss stimmen, denn wenn jemand einen Vogel kauft, möchte er ihn vorher genau betrachten, ob er gesund ist und ein schönes Gefieder hat. Die Raumtemperatur muss den Tieren angepasst werden.

Viele Verkäufer sind seit Jahren dabei und möchten immer auf ihren Stammplatz, damit die Besucher ihn sofort finden. Andere möchten neben einem Bekannten stehen, um den Platz auch mal verlassen zu können, um bei der „Konkurrenz“ zu schauen.

Umsetzkäfige werden aufgestellt, damit kein Vogel beim Einfangen davonfliegt. Falls es doch passiert, werden nach der Börse Lockkäfige aufgestellt, um alle Vögel wieder einzufangen. Entflogene Tiere sollen nicht im Gebälk der Halle verhungern oder verdursten.

Am Sonntag beginnt die Börse um 8 Uhr. Die Verantwortlichen sind schon zwei Stunden vorher vor Ort, um alles vorzubereiten und ab 7 Uhr die Verkäufer hereinzulassen. Da hat dann einer vergessen, sich anzumelden, möchte aber noch einen Platz haben. Ein anderer hat mehr Vögel mitgebracht als geplant, braucht mehr Verkaufsfläche. Manfred Wallenhorst , Vorsitzender des Vereins, hat alle Hände voll zu tun, um jedem gerecht zu werden.

Um 8 Uhr, wenn die Börse öffnet, haben rund 150 Anbieter ihren Platz eingenommen. Etwa 5000 Vögel (Kanarien, Sittiche, Exoten, Tauben, Wachteln und Waldvögel) sind bereit, um den Besitzer zu wechseln. Der Eintritt kostet Erwachsene drei, schulpflichtige Kinder einen Euro. Bei den präsentierten Vögeln handelt es sich nach Angaben des Veranstalters überwiegend um eigene Nachzuchten, die mit individuellen Ringen gekennzeichnet sind. Diese geschlossenen Ringe werden den Jungtieren im Nest übergestreift, sodass auch der Laie anhand der Ringfarbe, der Jahreszahl und der Züchternummer leicht Näheres über den Vogel und dessen Herkunft erfahren kann.

Vor allem Laien erfreuen sich an der Farbenpracht und Vielfalt der Vögel. Sie kaufen ihr erstes Tier und lassen sich von Fachleuten beraten. Viele Menschen halten zum Beispiel zu Hause Wellensittiche. Diese eignen sich sehr gut als Käfigvögel. „Allerdings ist es nicht gut, nur ein einzelnes Tier zu halten. In ihrer Heimat Australien sind Wellensittiche Schwarmvögel. Darum ist es für sie gut, mit einem Partner zusammen zu sein“, rät Manfred Wallenhorst.

So unterschiedlich die Vögel und ihre Gefieder sind, so groß ist auch die Preisspanne, die sie kosten. Zwischen fünf und 500 Euro werden für ein Tier ausgegeben. Wichtig ist dem Experten, dass die Vögel artgerecht gehalten werden. Dazu gehört auch, dass der Halter eine Beziehung zu seinem gefiederten Freund aufbaut. „Man muss sich mit den Vögeln beschäftigen. Das erfordert vor allen Dingen Zeit, aber auch das richtige Material“, erläutert der Vorsitzende.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt durch die Frauen der Mitglieder, die eine Cafeteria herrichten. Die Börse ist bis 13 Uhr geöffnet. Danach muss alles wieder in Lkw verstaut und abtransportiert werden. Im Vereinshaus in Ibbenbüren-Bockraden wird das Material eingelagert bis zur nächsten Börse.

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