Lotter Gemeinderat verabschiedet „Masterplan 2020“
Mit neuem Logo in die Zukunft

Lotte -

Die Gemeinde Lotte hat mit dem am Donnerstag im Rat verabschiedeten „Masterplan 2020“ fraktionsübergreifend und in enger Abstimmung von Verwaltung und Politik einen Handlungsrahmen als Grundlage für künftige Entscheidungen geschaffen.

Freitag, 07.10.2016, 17:10 Uhr

 Das neue Logo der Gemeinde gehört zu den ersten umgesetzten Maßnahmen aus dem Masterplan.
 Das neue Logo der Gemeinde gehört zu den ersten umgesetzten Maßnahmen aus dem Masterplan. Foto: Angeloka Hitzke

Bürgermeister Rainer Lammers sprach in der Pressekonferenz, die sich dem öffentlichen und dem nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung anschloss und zugleich der Vorstellung des neuen Logos der Gemeinde diente, von einem „Jahrhundertwerk“ und „Aufbruchstimmung“.

Aus dem Anstoß der CDU-Fraktion im Jahr 2013, ein Programm zur sparsamen Haushaltsführung zu entwickeln, entstand ein mehrstufiger, von einem externen Berater moderierter Prozess, in dem eine aus Vertretern von Politik und Verwaltung bestehende Arbeitsgruppe, die Masterplankommission, von April 2013 bis September 2016 einen Plan zur strategischen Entwicklung der Gemeinde erarbeitete.

Moderator Tobias Schmidt aus Osnabrück ließ diesen Prozess in der Sitzung noch einmal Revue passieren. In der ersten Phase seien anhand der Daten und Fragestellungen zu grundlegenden Themen die Methodik entwickelt und die Ziele definiert worden. In der zweiten Phase ab Oktober 2014 wurden dann die konkreten Inhalte erarbeitet. Unter dem Leitbild „Miteinander leben – voneinander profitieren“ haben SPD, CDU , Grüne, FDP und Verwaltung gemeinsam Ziele, Strategien und Maßnahmen in den neuen Themenfeldern Wohnen, Arbeiten & Gewerbe, Versorgung & Einzelhandel, Jugend, Bildung & Sport, Senioren, Ortsentwicklung und -marketing, Mobilität & Klimaschutz, Infrastruktur und Verwaltung definiert. 173 Einzelmaßnahmen seien in insgesamt 24 Sitzungen erarbeitet worden – eine „klassische Vorgehensweise, die transparent und nachvollziehbar“ sei, wie Schmidt betonte.

Herausgekommen ist ein Gemeinschaftswerk, für das sich der Bürgermeister bei allen Beteiligten, insbesondere aber beim Moderator sowie bei Wirtschaftsförderin Joana Watermeyer , Kämmerer Jörg Risse und Friedhelm Pösse von der FDP für sein oft die Wogen glättendes Zeitmanagement bedankte. Voll des Lobes und froh darüber, mit dem Masterplan eine selbstverständlich nicht abgeschlossene, sondern laufend zu ergänzende Grundlage für künftige Entscheidungen zu haben, äußerten sich auch die Sprecher aller Ratsfraktionen. „Ich glaube, darauf können wir stolz sein“, so Werner Schwentker (CDU).

Dieter Hörnschemeyer (Grüne) sprach von einem „schwierigen Prozess“, in dem man eine „tolle Sache gut hingekriegt“ habe. SPD-Fraktionsvize Hermann Brandebusemeyer erinnerte an die „empfindliche Störung“ dieses Prozesses nach vorübergehender Aufkündigung der Zusammenarbeit durch die Jamaika-Fraktionen im Zusammenhang mit dem „Eklat“ um die Elly-Heuss-Begegnungsstätte. Dass es dennoch ein Erfolg wurde, sei der Hartnäckigkeit des Bürgermeisters sowie der Geduld und dem Geschick des Moderators zu verdanken. Jetzt müsse der Handlungsrahmen mit Leben erfüllt werden.

„Wir können uns eigentlich auf die Schulter klopfen“, lobte auch Friedhelm Pösse (FDP) das Gemeinschaftswerk. Auch er unterstrich, dass der Plan weiterentwickelt werden müsse. Als Beispiel für ein noch aufzugreifendes Thema hatte bereits Dieter Hörnschemeyer die Migranten genannt.

Zu der unter „Ortsmarketing“ im Masterplan 2020 aufgeführten Maßnahme „Slogan von Lotte öffentlichkeitswirksam mit Inhalten unterlegen“ gehört auch das neue Logo der Gemeinde Lotte. Es wurde laut Joana Watermeyer in einem anderthalbjährigen Prozess zusammen mit Christina Vettor vom Bramscher ancos-Verlag entwickelt und ziert bereits die Neubürgerbroschüre sowie die Leinenbeutel und demnächst auch andere Werbepräsente der Gemeinde.

Um die Gemeinde Lotte modern als Marke zu präsentieren und Identität zu stiften, wurde es reduziert auf den Schriftzug Gemeinde Lotte, ein Kleeblatt als Symbol für Glück und zugleich das Autobahnkreuz, eingerahmt von einem Oval. Zusammen mit den Farben Grün für Natur und Blau für die Düte, zeigt es so die Verbindung von ländlichem Charakter und gewerbefreundlicher Anbindung ans Umland im Speckgürtel Osnabrücks.

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