Jubiläumskonzert der Kantorei Wersen
50 Jahre Gott zu Ehren

Lotte-Wersen -

Mit nicht enden wollendem Applaus, innigen Umarmungen, Tränen in den Augen, Geschenken und Blumen bedankten sich die Zuhörer für ein wundervolles Jubiläumskonzert der Kantorei Wersen.

Sonntag, 09.10.2016, 14:10 Uhr

Die Kantorei Wersen feierte den 50 Geburtstag mit einem Konzert zu Gottes Ehr und Publikums Begeisterung.
Die Kantorei Wersen feierte den 50 Geburtstag mit einem Konzert zu Gottes Ehr und Publikums Begeisterung. Foto: Erna Berg

Die altehrwürdige Dorfkirche war gefüllt wie sonst zu Weihnachten . Nicht mit Begrüßungsworten, sondern mit Vivaldis „Gloria“ und „Laudamus te“, im Duett gesungen von Katja Roth und Ute Dölemeyer, begann ein brillantes Konzert.

„Es ist mir eine Ehre und ein Vergnügen, Sie im Namen des Presbyteriums hier begrüßen zu dürfen. Die Kantorei macht uns zu ihrem Ehrentag heute ein Geschenk. Übertiteln möchte ich es mit Johann Sebastian Bachs Worten: S.D.G. Soli Deo Gloria – Dem höchsten Gott allein zu Ehren“, hieß Pfarrerin Jutta Kiquio alle willkommen.

Moderator Fritz Aißlinger bat die Zuhörer lieber kurz und kräftig zu applaudieren als lang und müde. Doch dieser Wunsch ging nicht immer in Erfüllung. Von früheren Chorleiterinnen eingeübt und allen ehemaligen und aktuellen gewidmet, kündigte er, „verbunden mit herzlichem Dank“ die nächsten Lieder an: „Komm Herr, segne uns“ und „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“.

Sanfte Männer- und schöne Frauenstimmen, das Musica viva Ensemble aus Ibbenbüren mit Violine, Kontrabass, Oboe und Trompete, ein Posaunenchor-Ensemble und die Pianistin Karen Ferguson sangen und spielten „Verleih uns Frieden“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und „Herr deine Güte“ von August Eduard Grell auf eine Weise, die sehr berührte. Bei „In dir ist Freude“ von Giovanni Gastoldi versprühten die Sänger Freudenfunken ins Publikum. Ein Trompetensolo zum Genießen spielte Jan Drees zu Händels „Wassermusik“. Der Applaus war lang und kräftig.

Mit viel Temperament, Gestik und Körpereinsatz, da war auch schon mal ein Handkuss in Richtung der Kantorei dabei, dirigierte Katja Rothfuss den Chor. „Es ist eine Lust, Ihnen beim Dirigieren zuzusehen!“, sagte Gratulant Superintendent André Ost begeistert und stellte staunend fest: „Sie haben ja sogar Männer dabei! Das ist eine Rarität!“

Ehrungen

Im Rahmen des Konzertes gab es auch Ehrungen: Seit 30 Jahren Mitglied: Margret Westphal und Bärbel Schneebeck. 40 Jahre: Georg Gahre und Ellen Grothaus. 45 Jahre: Elsa Brockfeld und Hildegard Hofer. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Marianne Determann, Helga Hackmann, Renate Herrmann, Inge Loske und Adele Nikolay.

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Im Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ brachten die Sänger Dietrich Bonhoeffers Hoffnung und Trost im Konzentrationslager mit viel Gefühl zum Ausdruck. Eine gelungene harmonische Kombination war das Zusammenspiel von Katja Rothfuss mit ihrer faszinierenden Sopranstimme und den Streichern beim „Laudate Dominum“. Als die Sänger sich dann auch noch mit einbrachten, war Gänsehaut vorprogrammiert, und der Applaus setzte schon ein, bevor der letzte Ton verklungen war. Bürgermeister Rainer Lammers freute sich, dass noch Gründungsmitglieder an diesem Tag dabei waren und sprach seine Anerkennung für die geleistete Arbeit der Kantorei und ihrer außergewöhnlichen Leiterin aus: „Ich werde dem Rat berichten, was er heute verpasst hat.“

Nicht nur Choräle und Kirchenlieder können sie, sondern auch mit Ausgelassenheit, Englischen Songs und Lieder zum Träumen und Sehnen brachte die Kantorei die Gäste schwungvoll in Feierlaune, zum Beispiel „Ich hätt getanzt heut‘ Nacht“ von Frederick Loewe. Als die Künstler „The Rose“ von Amanda Mc Brown vortrugen, meinte der Moderator: „Jetzt sollten Feuerzeuge leuchten!“

Das nächste Stück hieß zwar „Gabriel’s Oboe“, doch der Solist hieß diesmal Heiner Vornhusen vom Ensemble Musica viva. Mit „All Creation Worships You“ trafen die Künstler direkt ins Zentrum der Gefühle, so ergreifend schön interpretierten sie das Lied von Kirk Dearmann.

Vor dem letzten Lied ehrte Kreiskantor Martin Ufermann langjährige Kantorei Mitglieder und erinnerte an den Gründer Helmut Schneebeck. „Es ist eine glückliche Verbindung zwischen Ihnen und der Kantorei“, beglückwünschte er Katja Rothfuss. „Sie sind mit Herzblut und Liebe zu den Menschen dabei, das spiegelt sich in Ihrer Arbeit wieder.“ Mit dem großen „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel verabschiedeten sich die Musiker nach zwei Stunden genussvoller Darbietung in den höchsten Tönen.

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